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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Denn in deinen Händen liegenAlle demuthvcllen Herzen,

Wie die Kindlein in den WiegenStill entschlummert, ohne Schmerzen!"

Also sang sie, und geschwindeEilt sie auf verschlungnen Wegen,

Und schon höret sie die LindeNächtlich grüßend sich bewegen!

Rascher flügelt sie die SchritteIhres Hauses Thor entgegen,

Da begegnet ihrem TritteKlirrend ein entblößter Degen.

Ach, und weiter noch zwei SchritteLiegt vom Mantel leicht bedecket,

Der den bösen Mord erlitten,

Stumm ein Jüngling ausgestrccket!

Da sie zu ihm niederblicket,

Will er noch die Blicke heben,

Den der Tod schon fest umstricket,

Kann die Schönheit noch beleben.

Gleich dem frommen SamariterHebt die mnthige BiondetteMühsam nun den todten Ritter,

Trägt ihn hin nach ihrem Bette.