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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
308
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Also fleht er um ein Zeichen,

And sein Flehen ihm gelingt,

Durch das tiefe nächt'ge SchweigenHell die Todtenglocke klingt.

Und der Glocke Schall geleitetZu Biondcttcn's Wohnung ihn,

Wo der Baum den Schatten breitetKniet er bei dem Altar hin.

Herr! die Seele, die jetzt streitet,Nicht in deinem Zorne nicht;

Herr! die Seele, die jetzt scheidet,

Sehe bald dein Angesicht!"

Und er höret an dem Zeichen,

Daß ein Weib gestorben ist,

Weil die Zahl der GlockenstrcicheZweimal unterbrochen ist.

Jacopone's frommem WeibeWohl daS dunkle Auge bricht:

Ob ich gehe, ob ich bleibe?"

Bang der Jüngling zn sich spricht.

Denn nicht lang mehr kann verweilenDie geliebte Tänzerin;

Sah ich sie, dann will ich eilenTröstend zu dem Bruder hin!