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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Und die eine sprach:O Tochter,

Ich bin deiner Mutter Schatten,

Weh mir, daß ich es geworden!Nosatristis ist mein Name.

Und auch du, o Rosadore,

Hast durch mich das Licht empfangen;Fürchte nichts, erheb vom BodenDeinen Blick, der mich erlabet.

Ach, so kann ich nach dem TodeMutterfreuden erst erlangen!

Wie unendlich ist die WonneUnergründlichen Erbarmens!"

Und nun schweift sie wie ein VogelFreudig um das Bett der Kranken,Und umschwebet Rosadoren,

Streifend kühl durch ihre Haare.

Nosarosen's LebenswogeHebt sich nochmals Wellen schlagend,Stumme Freudenthränen flössenNieder von der bleichen Wange.

Denn sie hört im Ton der WorteJene Stimme wiederschallen,

Die ihr einst das Haupt geschoren,Ihrer Blöße sich erbarmend.

LH.

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