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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
248
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2'18

Wo sind hin die Schiffer-Chore,

Die in feuchten Tauen tanzten,

Ist von all dem stolzen VolkeAn dem Fels der Ruf verhallet?"

Und das Meer spielt mit den Todten,Mit den Segeln, mit den Masten,Sterbend zischen noch die Kohlen,

Und dann schweigt und ruhet Alles.

Und die Sterne zu dem MondeBrechen ans in bittre Klagen:

Ach! wo ist die schöne Tochter,

Die uns grüßte mit Gesänge?

Die gelöst die goldnen LockenLieß in freud'gen Lüften flaggen,Unfern Spiegel in den WogenBetend grüßt mit Harfenklange?

Muß sie auch im WasserschlosseVon Unthieren rings bewachet,

Bei Sirenen und TritonenFern von uns nun sein gefangen?"

Also klagen sie dem Monde,

Der zu ihrer Klage lachetUnd das blaue Feld der WogenUeberschüttet weit mit Glanze.