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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Züchtig sprach sie:Hochgeehrte!Schonend habt ihr mich vor JahrenAusgenommen in dem Tempel,

Habt geduldet mich seit Jahren.

Wollet heute auch in EhrenEure Dienerin entlassen,

Daß mich rein ein rein'rer TempelAus der Künste Haus empfange.

Als ein Opfer will ich gebenHeut' des äußern LcbcnS Fabel,

Daß ich dann das innre LebenMorgen opfre am Altäre!"

Und nun stieg des Tempels Schwelle.Mit Biondetten, einsam ragend,Stand ein Fels in ödem MeereEin Maricnbildlcin tragend.

Rings die tausend Lichter blendendSanken ein, die DiamantenBlickten schüchtern, ferne SterneAn dem dunklen Firmamcnte.

Eine weite Dämm'rung streckteSich umher, und keine SchrankenSchienen um den Fels zu stehen,

Als nur liebende Gedanken.