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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
Seite
159
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ISN

Zhre Locken zu den SeitenFlocht und schmückte ihr der Herr,

Salbte sie, und tanzend schreitenMußte sie zu Adam her.

Tausend Engel sie zu PreisenBor dem klaren Weibe gehn,

Singend, spielend sie umkreisenRings mit himmlischem Getön.

Und es tanzten rings den NeigenSonne, Mond und Sterne fern,

Nach der Engel Harf' und Geigen,

Vor der Braut des Erdenherrn.

Während seinen Segen BeidenSpendet gütig nun der Herr;

Zu der Mahlzeit sie zu leiten,

Eilten dann die Engel her.

Auf dem Tisch von Edelsteine,

Da die Hochzeitsspeisen stehn,

Schenkend wohlgekühlte WeineEngel um die Tafel gehn.

Gott zeigt in dem ParadeiseEinen Baum, der hoch aufstrebt,

Spricht:Die Frucht nehmt nicht zur Speise,Sie ist tödtlich!" und entschwebt.