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Vor des Engels lautem SchreieWiedcrtönt der Erde Erz,
Und mit einem tiefen SchreieTönet aus ihr auf das Herz:
„Gabriel! zum Herrn ich schreie,Tief in inn'rer Angst erbebt,
Daß er mir den Wunsch verzeihe,Daß ich bleibe unbelebt.
„Daß ich jungfräulich im ScheineSeines Lichtes freudig steh,Nimmer um den Menschen weine,Nicht in Sünden untergeh.
„Jetzo bin vor Gott ich reine:Soll ein Herr auS mir erstehn,Wie soll bleiben er der meine,Wenn er in das Licht gesehn!"
Und den Seraph hat das WeinenDer Jungfräulichen bewegt,
Zu des ew'gen Lichtes ScheinenIhn der Flügel wieder trägt,
Und wo er im Flug verweiletIn der weiten Himmclshöh',
Geht die Sonne, da er eilet,
Auf, daß sie die Erde seh.