„Alle Thränen, die du gießest,
Sinkend auf der ewigen Bahn,
Bis du deine Angen schließest,
Wachsen mir zur Sündfluth an!
„Und ans ihrer Woge ziehetDort des Mondes bleicher Kahn,
Aber keine Taube fliehetMit dem Oelblatt mir heran!
„Mond, wie blickst du bleich und siechendIn des Abends Rosengrab,
Wo die Sonne still versiegendZn den Schatten sinkt hinab! <
„Rosaläta, du sankst niederMit dem rothen Rosenkranz,
Nosatristis, du kehrst wiederMit der Weißen Rose Glanz!
„Mond, ich sah dich mahnend ziehen,
Wie ein Geist die Wolkcnbahn,
Und ich muß hier weinend knien,
Klagen mich der Sünde an!
„Eile nicht vornbcrfliehend,
Mit der Sichel scharf und blank;Schneide ab den Stamm, der kniendAn der Erde welk und krank!