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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
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Schweigend gehn sie nun zusammenBis zu der Kapelle oben,

Und des Abends ZaubergartenSchwankt vor ihrem Aug' entrollet.

Aus den Thälern wächst der Schatten,Und es betet schon die SonneIhren Abendsegen, schwankendAns des Waldes goldnen Kronen.

Durch des Himmels Gründe wallenWolkenschafe, goldgeflocket;

In dem Abendmeere badendTrinken sie die Purpurwoge.

Und zum Rosengarten, wandeltSich zu baden nun die Sonne,

Einen Mantel webt im SchattenIhr die Nacht aus grauem Flore.

Als sie schwebet ob dem BadeGleicht es einem Feueropfer,

Sie dem Phönix, der mit FlammenSich verjünget in dem Tode.

Aber rings aus Luft erstarrenHohe Purpurburgen, goldne,Wundervolle Inseln wachsenAus des Äthers glüh'nden Wogen..