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3 (1852) Romanzen vom Rosenkranz
Entstehung
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Und des Thalcs Sänger alle,

Blumen, Bäume, hohe Wolken,Schallend, wachend, athmend, wandelnd,Opfern fromm der goldncn Sonne.

Aber zu der Kinder LallenWeint der graue Büßer Kosme,

Denn um seine Hütte wachsenWeiße, rothe, schwarze Rosen.

Schamvoll, schuldvoll, überschwankcndWiegt die rothe, blut'ge Rose;

Ach, sie treffen ihn gleich StachelnStumm die Knospen an der Sonne!

Abgewendct von dein AltenUnter'm Zorn der dunkeln Dornen,Läßt die schwarze Rose wankenThränenschwcre Trauerglocken.

Und die weiße Rose zagend,

Gleich dem Geiste einer Nonne,

Bleicht den Schleier weinend, wachend,Ewig unter Mond und Sonne.

Jetzt auch zu dem Bache wandeltRosablanka, während KosmeBetend liegt; mit kühlem WasserNetzt sie Wange, Brust und Locke.

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