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1 (1852) Geistliche Lieder
Entstehung
Seite
7
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Daß ich gedenke an den ernsten Tag,

An dem zur Kirch' ich neu bin eingegangen.

Derb und empfindlich schien bei mir der Schlag;

Er sah in mir Wohl jenes ird'sche Wanken,

Das zu bestimmen noch ich kaum vermag.

Ich trat erschüttert aus den heil'gen SchrankenUnd meine Stirn umschlang ein blaues Band,Jedoch in mir da schwankten die Gedanken.

Denn mir zur Seite an dem Altar stand

Ein kleines Mägdlein, das mich tief gerührct;Ich faßte heftig ihre zarte HandUnd habe sie zwei Schritte Wohl gcführct.

Da sprach mein Führer:Laß das Mägdlein stehn!Dergleichen Spiel allhicr sich nicht gebühret."Sie schied von mir, ich mußte weiter gehn;

Verschlungen ward das Kind mir von der Menge,Und nimmer Hab' ich wieder eS gcsehn.

Von Sehnsucht wird noch jetzt die Brust mir enge;Ich suche jetzt wohl noch nach jenem Kinde,

Und nimmermehr tritt mir's aus dem Gedränge.Traf mich des Priesters Hand dort nicht gelinde,

So traf mich schärfer noch mit seinem PfeilDer kleine Liebesgott mit seiner Binde.

Des Priesters Schlag rührt mich nur kurze Weil',Und nie gcnaß ich von der Liebe Wunden,

Der Tod empfängt den Kranken noch nicht heil.Du zartes Mägdlein, die mir dort verschwunden,Siehst du ans Erden noch das süße Licht,

Hast du gelebt und hast du Leid empfunden,Begegnet dir dies dunkele Gedicht: