644 Von den kVunderwercken.
Engel, Joh. 5, 4. ein abgeschickter Priester gewesen, giebtlblarenberAimz vor c).
§. 4. Nachdem Gott der Herr seine Absicht in Bestäti-gung und Bekräftigung der Lehre Mosis, Christi, der Prophe-ten und Apostelzur Ueberzeugung der wahren Religion durchWunderwercke gnugsam erhalten, und wir auch vor anderndie Erfüllungen der Weissagungen vor uns haben; So wärees eine schändliche Probe des Unglaubens, wenn wir heute zuTage noch Wunder fordern wollten, conf. Luc. 16,29.91. Nichtsdesto weniger hat sich Gott vorbehalten, allezeit Wunder zuthun ; und wer nur auf die wunderbaren Wege Gottes, undseiner besondern Fürsehung und Regierung recht acht hat, derwird noch itzo erkennen müssen, daß der Herr die Seinen oftwunderlich führet, Ps.4,4. Indessen stehet leicht zu erachten,was von denen heute zu Tage hin und wieder gerühmten Wun-derwercken der Papisten und anderer Falsch-Gläubigen zu hal-ten sey ä).
Das 7 Capitel.
Von Emtheilung der Wunder-werke.
verschiedenen Wunderwercke, derer die Heil. Schrift ge-dencket, können auch verschiedentlich eingetheilet werden,vornemlich in Absicht der würckenden Ursache; oder der Dinge,an welchen die Wunder geschehen; oder der Art und Weise, wiedas Wunder beschaffen. ^
§. 2. In Ansehung der würckenden Ursache sind dieWunderwercke entweder unmittelbare, welche Gott selbst oh-ne den Dienst der erschaffenen Dinge gethan; oder mittelbare,dabey er der erschaffenen Dinge, als eines Mittels sich be-dienet e). §.z. In
c) Liblivr!,. Krem. CIsN. Vll. talc. 5- K-'S-U) Vi6. ttoNmzri. Lnmmemsc. §. NVU. p.s) Siehe obm Lsx. 2 Z 2. z 4. p. Lrs» t'y.
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