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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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630
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§. 4. Der dritte Einwursf war: wer wisse, was fürheimliche Künste und ^rcana natura: darunter verborgen gewe-sen seyn, ob nicht gar Magische oder Zauber-Künste dabey ge-brauchet worden? wie denn insonderheit die Jüden schon zuChristi Zeiten GorteSlasteriger Weise vorgegeben haben, daß erseine Wunder durch Beelzebub, den Obersten der Teufel, ver-richte: und die neuern Jüden gehen mit ihren Rabbinen meh-xentheils dahin, daß Jesus von Nazareth seine Wunder durchdas 8c!iemIuun^!iora8cK, oder den Heil. Nahmen seliovsk,den er heimlich aus dem Tempel entwandt, verrichtet hätte a).

> Antwort: i) Wenn man keine heimliche Künste zu nennenweiß, noch darthun kau, warum dergleichen noch itzo nicht vor-handen seyn, so heistdas nichts bewiesen.

2) Wenn Moses und Christus seine Wunder durch Hülsteverborgener Kräfte der irrdischen Cörper gethan, so müsten siedergleichen Dinge immer bey sich geführet, und die Leute es ge-sehen haben, wenn sie dieselben applieiret b). Die EgyptischenZauberer widerstunden ja Mosi mit allen Kräften, und dieFeinde Jesu laureten so sehr aufihn, und haben doch bey soun-zählichenWundern nicht einenBetrug entdecken könen.Da auchJudas, einer von den 12. Jüngern Jesu, welche um alle Ge-heimnisse ihres Herrn und Meisters wüsten, nachmahls seinVerräther ward, würde er dergleichen verborgene Künste gernemit verrathen haben, wenn er Grund dazu gehabt hätte c).

g) Die Heyden wurden zwar von dem Satan durch seinezauberische Werckzeuge oft verblendet, aber .da die Wunderder Propheten, Christi und der Apostel, nie ohne Frucht undSeegen, zum Ruhm Göttlichen Nahmens, Ausbreitung-sei-nes Reichs, hingegen Zerstörung des Satans Reichs und zuUeberzeugung der Menschlichen Gewissen geschehen, so sind sol-che keine Würckungen des Teufels gewesen, als der sonst widersich selbst seyn müste, wie Christus auch lehret, Luc. n, 17.18. ci)

§. 5- Der

g) Vi'6. 6emonstr. svgNA. lorn. H. propos IX. c. 49. p. 752.b) Siebe Freyw. Hcb-Opff. Z7> Beytr. §. 7Z 74- .p> 655. lq.

c') Ikicb §. 47. 4z. p. 589. sq.

cl) Ibiä. §. 79-90. p. 650. liollm. !. c. §.zz. xaz. 86. cvnk. I. c.c.§>§. z. p. 691-709.

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