6ro
Von den Wunderwerken.
Einmahl in Absicht auf dieExistenß oder Wircklichkeit einer-Sache, und hernachmals in Absicht auf die Möglichkeit einer ??Sache; So giebt es auch überhaupt zweyerley gar mercklichunterschiedene Arten der Geheimnisse, (>) die ihrer Wirck- <lichkeit oder Actualität nach solche sind, so lange nemlich uns §-'i.dieselbe verborgen und unbekannt ist, und man nichtweiß, daß ^sie da ist, oder gewesen ist, oder kommen soll. Also war dieBerufung derHeyden zur Gnade des N. Testaments vorder ^wircklichen Erfüllung ein Geheimniß, weil ihre bevorstehendeEristentz den meisten unbekannt war, Röm. 16,25. Eph.z,z.
4.5.9. coü. v. 6. Col. i, 26.27. dergleichen ist auch die Wieder-hekehrung der Iüden, Röm. n, 25. das Geheimniß der 7 Ge* st Umeinen, Apoc. 1,20. u.a. m. (2) Die ihrerPoßibilitätoder Mr'Möglichkeit nach solche sind, so daß man nicht völlig begreift,wiesie eigentlich möglich sind, und dieses sind eben rechte eigent«liche Geheimnisse, oder Geheimnisse im eigentlichen und accu- HMraten Verstände, z. E. die Schöpfung der Welt, die Empfang« ^ Mniß Christi, die Heil. Dreyeinigkeit, die Auferstehung
der Todten, u. a. m. M,
.Emkic
Das 2 Capitel.
Von der Ursache der Wunder»
Wercke.
Wunderwercke heissen übernatürlicheWirckungen,Milsie von keiner andern als übernatürlichen und unendlichenUrsache hervorgebracht werden Diese ist allein dergrosseGott, der allmächtige Schöpfer aller Dinge; denn weil er diegantze Natur durch seine unendliche Kraft erschaffen, und ihreOrdnung eingerichtet, so ist es ihm ein leichtes, von solcherOrdnung abzugehen, d.i. Wunder zu thun, so oft er will e),
Ps.
6) Siehe oben 62?. i. §.5.9.615.
e) ViU.V. Luää. ^e5. äe /lekeism. c- 7 . §.z.p. 6 o§«
Ne,
-üizli,