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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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611
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Von den IVunderwercken. 6n

Das.Capitel.

Von der WunderwerckeBeschüß»

fenheit.

tVunderwercke, ^Irgcula, haben ihren Nah»men vom wundern und verwundern, weil sie vondem wunderbaren GOtt wunderbarer Weise ver-richtet werden, Ps. 105,5. und grosse Verwunderung in denmenschlichen Gemüthern verursachen, nicht sowohl bey denenUnwissenden, als bey denen, deren Gemüth zur Hochachtungoder Freude über alle das Gute dadurch beweget wird n).Eben dergleichen Bedeutung haben auch die GriechischenWörter res mira, und rnirabüe, doch

so, daß jenes ein Wunder, dieses aber was Wunderbares heist.Das Chaldäische Wort mirabilia, Dan. 6, 27. c. z,

Z2. ZZ. kommt ebenfalls her von NON mirnrus ssuir, od-üupuir, verwundern, sich entsehen. Aber das Hebräischemirum. mirgculum, kommt her von lXipk. velscuz oc-culw8 kmr, verbergen, weil die Wunderwercke ein Geheimnißsind, deren eigentliche Art der Möglichkeit über allen unsernBegriff gehet oder uns zu hoch ist, conk. Pst izy, 6.Job 42, g.

§. 2. Sonst werden die Wunderwercke in Heil. Schriftnoch besonders angedeutet, i) durch und ckr?//e!sp,

O.q 2 ÜAnum,

eineTochterderUnwissenheit genennetwird; doch da durch solcheWircknngdes Verstandes auch im Willen des Menschen gewisse Begierden und Neigun-gen erreget werden, z.E. Betrübniß und Verdruß, oder eifrige Verabscheu«ung einer Sache, die einem zuwider ist, Marc.6,2. coii. v. g.Gal. i, 6. großeFreude über das Gute; Liebe und Hochachtung gegen etwas Angenehmes,Matth. 8, ro. Luc. 2, zz. 47. Marc.n,i8. Match. 7, 28. Marc.7,Z7. Att-g,rr. c.lz,i2. so bat daher das Wort verwundern unterschiedene Bedeutung inHeil. Schrift, indem es sowohl von dem, was aus der Unwissenheit, und ausdem Unglauben, als von dem, was aus einer göttlichen Erkenntniß und wah-rst Glauben herkonmu, genommen wird.