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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
609
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Von den VArnderwercken.

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mahl von GOtt gesetzte Ordnung der Natur I) weit überge.hen^ heissen mit einem Worte Wunderwerke.

§. 5. Diese Wunderwercke soll ein fleißiger Schriftforscherbillig bemercken, verstehen und vernehmen, Job 37,14. denn siefind eine der stärcksten Vormauern unser Christlichen Re-ligion oder Glaubens - Lehre, ja selbst des geoffenbartengöttlichen Worts, indem sie von der göttlichen Eingebung derHeil. Schrift die allergröffeste Versicherung geben, auch dieFeinde der Wahrheit, durch einen besondern richtigen Beweis,daß ein GOtt und göttliche Fürsorge sey, kräftigst überzeugen.Also sind sowohl im Alten als N. Testament die Wunderwerckezur Bekräftigung der wahren göttlichen Lehre geschehen, undwerden auch also von allen, welche für die Christliche Religion

streiten,

t» kan das Anrühren/ Anhauchen, Erwärmen oder ein blosses Wort demZeichen Wirkung nicht haben. Siehe Freywill. Hebvpf. 1. c.

K) Gott wirket wider die ordentlichen Kräfte und Gesetze der Natur,«Isv, daß er an einem Körper einen Effect hervorbringt, der seinen oderdes Mittels natürlichen Kräften ganz zuwider ist, E- wenn er eindicke-Ctück Eisen im Wasser schwimmend macht, oder einen in natürlicher Be-wegung stehenden Körper in seinem Laufe oder Bewegung aufhält, wie zuZeiten Josua. Freywill. Hebopf. l. c.

l) Die Ordnung der Natur ist zweyerley: Eine andereOrdnung ist irrder körperlichen Welt, eine andere in den Geistern, oder besonders in unsernDecken. Die Ordnung der Natur in der körperlichen Welt, sind die einmahlgesetzten lexes mocus, oderRegeln der Bewegung, nach welchen die KörperAlnmehro wirken, ungeacht sie ihrem Wesen nach auch andere Gesetze ad.mit-litten und annehmen könnten. Die Ordnung der Natur besonders in denDecken, sind ebenfals die einmahl gesetzten Regeln, darnach die Seelen inlhrenFacultäten oder Kräften wircken, z. E. die Gesetze oderRegeln zu den-ken, einzubilden, zu verstehen, Vernunstschlüsse zu machen, zu wollen, zuWehren, sich nach etwas sehnen, rc. Wenn aber nun solche Wirckungen inden Seelen vorgehen, welche in den natürlichen Kräften derselben nicht ge-gründet sind, noch aus den natürlichen Kräften der Kreaturen ausser ihnenerfolgen, so find solches ebenfals Wunderwercke, iedoch eigentlich im Reicheder Gnaden, als: i) die ordentlichen Gnavenwirrkungen Gottes an derSeelen im Merck der Bekehrung und Erneurung, wenn Gott vermittelsteines Worts des Menschen Verstand erleuchtet- und seinen Willen heiliget;'enn dieses überschreitet die natürlichen Kräfte des Verstandes und des Wil»ens, und ist dcher übernatürlich, oder über die ordentlichen Kräfte und Ge-rbe -er Natur, obwohl nicht ohne, noch weniger wider die ordentlichen Kräf-te der Seelen,und also gewöhnlich und ordentlich, nach der ^ rdnung derGna-den, indem Gott unsern Verstand nicht erleuchtet, noch unsern Willen hei-Vrbl. Phys. 0 q lrget