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Von den Schlangen. 55z
Bläslein*; oder wie andere die Sachs besser untersuchet zuhaben vermeinen, und vorgeben, daß die Schlangen nur als-denn giftig sind, wenn diese Thiere zuvor gantzerboßt, erzürnetvnd erbittert worden, und also das Gift zugeschrieben werdenMsse, denen ermüdeten oder wütenden Geistern, welche auf einewiewohl bisher noch nicht ergründete Weife von der Einbil-Wgs-Kraft der Thiere entzündet, in das Geblüt andererThiere hinüber gehet, und dasselbe anstecket; wie etwa wüten--« Hunde - oder von Zorn rasender Menschen-Biß, gefährlicheund tödtliche Zufalle nach sich ziehen, conf. Deut. 32, 24.3z.Ps.58,5. 140,4. Job20,16. Röm.z,iz. Apoc.9,i9. Soriel ist durch die Erfahrung vor gewiß befunden, daß die Gal-le der Schlangen, nicht wie die Alten geglaubt, das Be-hältniß des Schlangen-Gifts sey, aus welchem das Giftftnn und wann in den Mund geführet werde, weil man zumeftern den Hunden, Katzen, Hühnern, Tauben, die Galle oderDße Gallen-Blasen, und derselben wohl 6. iv. 12. auf einmahleingegeben, ohne einigen Schaden. Ja vielmehr habe die inlieWunden geschüttete Galle gleich einem köstlichen Balsamselbige geschwind und wohl geheilet. Daher es ein blosses Vor-uttheil der Alten von der Galle insgemein ist, daß selbige einnicht nur unnützes und höchst-schädliches flüssiges Wesen sey,welches gar von dem leibe in die Seele dringe,und zum Zorn an-reiße, da doch dieselbe an sich ein edler und köstlicher Saft ist, zuderen Bereitung, und Absonderung die Mütze, die leber undandere Theile des untern Bauchs das ihrige beytragen müssen,wie zur andern Zeit kan mit mehrerm erwiesen werden, bey phy-sikalischer Betrachtung der Menschen. Indessen wenn dieSchrift der Schlangen-und Ottern-Galle gedenckek, so sprichtsie nicht, daß dieselbe giftig sey, sondern beziehet sich darauf nurals ein überaus bitteres Wesen, Deut.z2,zz. Job 20,14 **.
Z) Daß sie sehr leise, aber doch erschrecklich zischen, Sap.?, 9»
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* Der Herr Gras Maaalotü in seinen lsrn-e sc>emi6cliechk:tt.V!. erzählet,^unterschiedlichen Versuchungen, die er mit grossem Fleiß angestellet, daß dasM bey den Ottern aus einer beweglichen Haut. welche hinter demZahn-Flerschein doppeltes ZahmFleisch-vorkommt herkomme.
Vich sekLuckr. l. c. xi 127.128 129.