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Von den Schlangen.
Hertz nahe beym Kopf in der Kehle befindlich, da hingegen an-dere Thiere solches mitten in der Brust haben. Daher wüstebchaimnoncka^der Thebaner Feldherr, seine Thebancr nicht bes-ser zu encouragiren, ihre Feinde,die lacedämonier,behcrtzt anzu-greiffen, als daß er eine sehr grosse Schlange ergriff, und dersel-ben im Gesicht der gantzen Armee den Kops zerquetschete, unddabey sagte: da sehet ihr, daß der gantze leib nichts mehr taugt,nachdem der Kopf hin ist; also, wenn wir diese Häupter derfeindlichen Lacedämonier werden geschlagen haben, wird derübrige leib ihrer Alliirten nichts nütze seyn. Daher pflegt auchdie Schlange in der Gefahr, und wenn sie angefochten wird,oder auch imSchlaf, ihr Haupt am meisten und wohl zu verwah-ren , also, daß sie sich mit dem gantzen leibe darum wickelt,Sir. 25,2i *.
z) Ihre Zunge, welche sie gar oft und geschwinde hin undher werffen, und wenn sie erboßt werden, sehr steif machen kön-nen, daß sie wie ein spitziger Angel aussieht, darauf gefielet wird,Ps.i4O,g. Job 20,16. obwohl solche Zunge oder Angel an sichunschädlich ist, und weder stechen noch auf andere Weise verle-tzen kan, sondern alle Verletzung entstehet von dem giftigen Bißihrer Zähne,Sap.i6,ro. Prov.2z,g2. doch sollen auch Schlan-gen seyn,welche gleich denScorpionen einen Angel im Schwantzhaben, und damit stechen sollen; darum die Schrift beydes,Beißen und Stechen, unterscheidet, 1 . c. **.
§. z. Der Schlangen Eigenschaft ist r) daß sie sehr li-stig und schalckhaft sind, vor allen andern Thieren, Gen. z, i.2Cor.n,z. Match. io, 6. Sir.25,21. und desfalls oft lau-ren auf die Vorübergehenden, ihnen Schaden zu thun, Gen.49,17. coll.c.z,!;.
2) Daß sie sehr giftige Thiere seyn; es sey nun, daß solchesGift der Schlangen, nach der Alten Meinung, in ihrem Hauptstecke, in einem gewissen, hinter oder unter den fordern Zahnenliegenden, mit einem gelben sehr giftigen Saft angefüllten
. Blas-
* Aocli. 1. c. c.4. p. 2;. L 2F.
** Via. Lock. I. c. p. §5-r6. cvl!. 8ctieucti2.kli75,8. P.529.