Z26 Von den unreinen Vögeln.
Nest gebrachten Raube zu starck vorkommen würde, darum siebegieriger nach der Brühe sind, Job 39, zo. denn sonst mel-den die Naturforscher von dem Adler, daß er gar nicht trin-cke, wie auch die andern Raub-Vögel, nemlich kein Wasser,wohl aber Blut*.
9) Seine liebe und Sorgfalt für seine Jungen, indem er umdas Netz her schwebet, sie aufmuntert zum Ausfliegen, undwenn sie anfangen zu fliegen, sie mit seinen Flügeln unterstützet,und allgemächlich zum Fliegen angewöhnet, Deut. Z2, n**.
Sonst hat das fabelhafte Alterthum viel Mährlein oderfalsches und ungewisses von den Adlern ausgestreuet, und fastvor bekannt angenommen, als daß sie von der obersten Lust mitihrem schärften Gesicht ein Fifchlein in dem Wasser, und eineSchabe oder Motte aufder Erde erblicken, und über die hundertMeilweges in die Ferne sehen können; daß sie ihreJungen an dieSonne führen und wenn sie in dieselbe hinein sehen können, sievor ächte erkennen, und von den Bastarten unterscheiden sollen,daß sie kein todtes Aaß angreiffen; einen Stein, Adler-Steingenannt, in ihrem Neste haben, die Jungen unter den Flügelntragen> nicht mit den Klauen; daß sie im Alter die Federn vonder Sonne verbrennen lassen, und ins Meer fallen oder in einenBrunnen eintauchen, davon sie wieder gantz jung werden sol-len, und was dergleichen mehr, welches mit der heutigen Er-fahrung gar nicht überein kommt f.
Adler ist ein Bild i) Göttlicher Liebe, Fürsorge, Schutzund Führung seines Volcks in der Wüsten, über welche er dieWolcken-Seule ausgebreitet, und durch dieselbe zumFortziehenermuntert, wie der Adler seine Jungen mit seinen Flügeln,Deut. Z2, ii. Exod.t9,4.
2) Christi in seiner Himmelfahrt, Prov. gO, 19.
g) Der Gläubigen in der Wiedergeburt und Erneurung,Ps.iOZ,5. Es. 4 v,Zi.
4) Der Engel wegen ihrer Geschwindigkeit und Stärcke,E;ech.i,lo. 0.10,14. Apoc.4,7- z)Gros-
, * 8cksuckr. t. c. p. 422. ** Lock. 1. c. c. z. p. 177 tq.
H Viä.Lckeuck?. Lkys. I.c. P.421. coll. Lock. I. c. c« l. x>.i67- e>2. k.
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