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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
509
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Von den Vögeln tnsgemein. 509

Lange spitzige Schnäbel und Finger (deren mittlere an derinnern Seite gleich einer Säge rauh seyn, um die Aale, undandere dergleichen Fische oder Schlangen besser zu halten,) ha-ben die Reiger, Störche, Löffel-Gans.

Mit langen dünnen Schnabeln saugen ihre Nahrung ausdem Morast hervor, die Wasser-Schnepffen, u- d. g.

Andere aber suchen ihre Speise schwimmende aus dem Was-ser, und haben zertheilte, oder gantze Finger oder Füsse; dünneoder breite Schnäbel.

§. 7. Alles dieses und noch viel mehrers, was von der VogelKunst-Gestalt, Unterscheid, Eigenschaft und Verrichtungenanzumercken, dienet ;u mehrer Erkamrmiß der Weisheit undAllmacht des Schöpssers. Darum sagt Hiob: Fragedie Vogel des Himmels, die werden dirs sagen, Job2,7. Gort ift es, oer sie geschaffen, Gen. 2,19. und so wun-derselssam gebildet hat; Gott ist es, und keine blinde Natur,-er aufso wunderbare Weise in ihnen würcket, und sie regieret.Erkennet alles Gevögel auf den Bergen, Ps. 50, n.Gott ist es, der die zähen Fäden und Fasern so geschickt überdesVogelsGelenckean den Beinen ziehet, daß sie nicht zulangnoch zu kurtz heraus kommen, sondern sich so schicken müs-sen, daß wenn sich der Vogel gegen seine Füsse herunter lasset,erganß sicher auch im Schlafe sitzen möge. Gott ist es, derso artige Zangen und Klauen an die Krallen füget, daß siedenAst so fest schließen mögen. Gort lehret den Vogel durch Zu-rückwerffung seines Kopfs und Halses das cemrum Aravirmi»also zu setzen, daß die Directions-Linie senckelgrad gegen demAstabziele. Gott leget die Mußkeln so künstlich an die Ge-lencke der Flügel, daß sie tüchtig werden den Vogel durch dieleichte Luft hinzutragen. Gott weiset den Vogel dahin an,daß er die Flügel zu seinen Rudern, und den Schwantz zuseinem Steuer-Ruder zu gebrauchen wisse, daß er damit baldüberbald unter sich, bald zur Seiten rudern, bald unbeweglichin seinem Element schwimmen könne. Er rücket dem Vogeldas cemrum fort, daß, indem er seinen Hals fort-

strecket, der übrige zanke Leib ohne Mübe folgen muß. Gott

ist