5v8 Von den Vögeln insgemein.
IX. Die Arten und Geschlechter der Vogel, welche voneinem unbegreiflichen Unterschied sind. Insgemein werden sieabgetheilet in zweyerley Sorten, als die Erd Vögel, die sichauf der Erde und dem Trockenen aufhalten, darunter die Berg-und Feld-Vbgel mit begriffen sind; und in die Wasser-Dö-gel, die sich an den Waffern aufhalten; und in denselben ihreSpeise suchen *.
Beyderley sind wiederum entweder zahme oder wildeVögel;und nach dem Alten Testament waren sie entweder reine oderunreine, Gen. 8,20. Lev. 14,4. c-11,13-22. c. 20,25. Deut.14, n sq. Apoc.18,2.
Die Erd-Vögel haben entweder krumme, oder geradeSchnabel und Klauen:
dr) Krumme Schnabel und Klauen haben vorneml ich dieRaub-Vogel, welche entweder des Tages oder bey Nacht aufdie Beuche ausfliegen, wie die Eulen.
2) Mit dicken, langen, geraden oder nicht so gar gekrüm-meten Schnabeln sind versehen die Fleisch-freßigen Raben,Krähen, Elstern, weiter die vom Ungezieffer lebenden Spech-te, sammt ihren Geschlechtern, welche, damit sie auch ihre Spei-se in der Bäume Rinden finden, einen geraden, spitzigen, star-cken, eckigten Schnabel, und eine lange runde Zunge haben,um sie auf die kleiflen Thierlein auszuschiffen, über das zweyFinger oder Klauen dornen, und zwey hinten an den Füffen,um die Bäume desto leichter zu besteigen.
Kürtzere, aber auch gerade Schnäbel haben die Hühner mitihren Geschlechtern, sowohl zahme als wilde; alle Arten derTauben, Gesang-Vogel, Sperlinge, Schwalben, Lerchen,Drosseln, u.d. g.
Die Wasser-Vögel, welche nicht auf dem Wasserschwimmen, doch aber an den Wassern ihren Aufenthalt ha-ben, und auch in denselben ihre Nahrung suchen, haben zertheil-te Finger oder Klauen, lange oder hohe Füsse, welche über dieKnie hinaufbloß seyn, damit sie in die Wasser hineingehen kön-nen, darunter ist der grösseste der Kranich.
/ Lange
* Siehe 5cksucl»7.. kkys. I. c. p. 4 Os lq.