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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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ZO4 Von den Vögeln insgemein.

ten, wegzufliegen *. Ja sogar in dem warmen Arabien, wo esniemahls Winter wird, ziehen insonderheit die Störche den-noch zu gewisser Zeit weg, und kommen auch wieder, daher dieArabischen Scribenten gedichtet: der Storch habe zwey Ne-ster, eines zur Sommers-Zeit in diesem, und das andere in einemandern Lande, und zöge also alle halbe Jahre von einem zum an-dern, obschon in beyderley Ländern das gantze Jahr hindurchwarme Luft wäre **.

5 ) Weil das Wiederkommen der Vögel sich richtet nach derwarmen Luft in unsern Ländern, nachdem wir ein zeitiges oderspätes Frühjahr bekommen, und sie deswegen auch früher oderspäter bey uns sich einfinden, welches eben heist: sie wissen undmercken ihre Zeit, Jer.8,7« von welcher Luft-Beschaffenheitaber sie nichts wissen können, wenn sie in weit entfernten Ländernwären, sondern sie mästen vielmehr alle Frühjahr auf einen ge-wissen und beständigen Tag wieder zu uns kommen f.

6) Weil man in denen warmen Ländern zu der Zeit, wennwir bey uns Winter haben, niemahlen eine grössere Anzahl derVögel vermercket, welche doch durch die aus Europa dahinge-zogene Vögel sehr vermehret werden mäste.

7) Weil der grosse PhilosophuS Aristoteles, nach der fastaus aller Welt eingezogenenNachricht von der Natur der Thie-re, nichts anders bezeuget, als daß der Storch, Amsel und Tur-teltaube sich nur verberge. Ltiam Licönia AnX«, latet, öemerula, A turtur ör. rüauäa ff.

Demnach wird mit besserm Grunde dafürgehalten, daß kei-nes von den Vögeln, welche sich gegen den Herbst Hauffen-weise zusammen ziehen, in andere weit entlegene Länder von unswegziehe, sondern sie begeben sich gegen den Winter, weil siekeine Nahrung mehr finden, in die dicksten Wälder, Brücher,morastige Oerter und Wildnissen, und liegen theils in den hoh-len Bäumen, theils unter den Felsen und Gebürge oder in derenLöchern, theils im tiefsten Grunde der Moräste, Seen oder gardes Meers, als todt und erstarret, wie anderes Ungeziefer sich

in

* Vecmsn. 1. c. ** Viä. Lock Itiervr. s. s. c. Ly. p. zzi.

-s Kü mrin. i. c. !. 8 c. 16. cvU. klin. I. nz- c. sz. L 24

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