Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
439
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Puls - Adern nöthig sind- Nun haben von der Absicht desSchöpffers bey diesem Mechanismo einige diese Gedancken:da zu Ausspeützung des Geblüts ausdemHertzen in alle Theiledes leides, z.E. eines Ochsen, eine grosse Macht der MußkelndesHertzenS gehöret, so hätte bey fast horizontaler, oder nochtieffern Situation des Haupts ein Ochsen-Gehirn, oder aucheines andern Thieres, welche den Kopf gerade vor sich tragen,oder zu sehr sincken lassen, gar leicht von dem anlauffenden Ge-blüt überschwemmet werden können, welches aber bey dem er-habenem Pferdes-Kopf, und noch geradem senckelrecht aufdem leibe stehenden Menschen-Kopf nicht zu befahren; dem-nach hat dort Verlauf des Geblüts in dem wunderbaren Netz,gleich einem strengen Fluß durch viele seitwärts gegrabene Ca-nale gehemmet werden müssen. Eben dieß dienet auch, diein Menschen und Thieren erregte Paßionen, welche diese aufihre Art haben, zu verstehen. Denn wenn dem Menschen einein dem Gemüthe erregte Paßion dem Hertzen communiciretwird, so spielet dieses durch geschwindere oder langsamere Aus-sprühung des Geblüts alsobald gleichsam den Ballen zurück indas Gehirn, z, E. kaum, daß sich ein Mensch erzürnet oder ent-rüstet, so ist das Feuer im Dach, das Angesicht erröthet, dieAugen funckeln, die Nase schnaubet, die lippen stiegen und zit-tern, der Mund redet zornige Worte. Wenn nun aus allenThieren, so uns bekannt sind, dißfallö keines sein Gehirn demMenschen ähnlicher ist, als eines Pferdes, so mag man aus die-ser Quelle herleiten dessen thierischen xoint ä'konneur, Zene-rotüe. , Großmuth, und Tapferkeit, und andere beym Hiobc.Z9, 19-25. angerühmte Qualitäten.

2) Ferner wird gedacht der Mähne des Pferdes, damitsein Hals gezieret ist, Job Z9,19. kanst du seinen Hals zierenmit seiner Mähne?

Z) Die Mäuler der Pferde,worinnen ihnenZäume und Ge-bisse geleget werden, Ps.Z2,9. Jac.z,z. Apoc-9,l7.

4) Die Nerven an den Füssen der Pferde, welche denenfeindlichen Pferden im Kriege oft verletzet, oder durchschnittenwurden, damit sie nicht aus der Stelle gehen könnten, welches

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