4OZ Von den Thieren insgemein.
sie immer wollen, haben keinen Verstand und Vernunft,keinen Willen und keine Freyheit, sondern sind und bleiben,ohngeachr der Empfindung, welche ihnen zukommt, dennoch«Xo«/« unvernünftige Thiere, 2Pet.2,12. Epist. Jud.v- lO. Ps. 92,9. 7Z, 22. oder nach Anzeige der HebräischenWörter "^2 beatmn und I^O?!2 beliia, deren jenes 2iiupore, dieses s lilentio herkommt, bruts gure
vitam in 5ilenrio tmnlivunr, dumme und stumme Thiere.Der Mensch allein ist Aüov , anünal rationale, oder
wie die Hebräer ihn nennen, T'NÄ'IO aniinal loguen8,ein vernünftig redend Thier, oder der mit einer vernünfti-gen Rede, mir Verstand und Willen begäbet, und daher ge-schickt ist, Gort zu erkennen, und nicht nur das zu verstehen,was zu seinem Leben und Erhaltung dienen kan, sondern sichweit höher schwinget zu gantz abstracten Wahrheiten, so mitallen Cörpern nichts gemeines haben, z. E. von Gott, von denEngeln, von der Seelen der Menschen, von MathematischenDemonstrationen und Metaphysicalischen Vernunft-Schlüs-sen *. Darum hat Gott den Menschen mehr Weißheit gege-ben,als denThieren,Iob 55,11. und ihm eingeblasenbalitmn vitar cluplici8, mortali8 öe irr»nortaIi8 , einen sterb-lichen und unsterblichen Othem des Lebens, Gen.2,7. davonjener mit dem Viehe im Tode aus ist, Ps.49,iz.2i. dieser aberwieder zu Gott fähret, der ihn gegeben hat, Coh.z,2i. c. 12,9** Wenn aber die Heil. Schrift hin und wieder denenThieren was Vernünftiges zuschreibet, Prov.50,24. c.6,6.Gen. z, i. Match. io, 16. Es. 1, z. Ier. 8,7. so muß solcheWeisheit in ihren öfters künstlichen und verwunderlichen Ver-richtungen, nicht ihnen selbst, sondern unmittelbar ihremSchöpffer und Werckmeister, der sie beweget, zugeschriebenwerden f.
§. 8. Ueber und nebst den Sinnen oder der Empfindung
haben
* Sckeuckir. plivs. 8./ob p. 277.
** övi.ksrr. ltieror. k. 1 . c-1. P.Z.
s 8clieucti?:. P c.