Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
370
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Vorn Mein-Bau.

Der Weinberg bildet ab I. das Volck Gottes, oderdie Christliche Kirche, so der Herr zu seinem Eigenthum er-wehlet, lieb und werth hält, selbst bauet und wartet, Ps.80,9.sq. Cant.8, n.12. (.1,6.14. (.2,15. Es. z, 14. c. 5, 1-8.(.27,2.9. Ier.2,2i. (.12,10. Match. 20,1 sq. (. 21, 28 sq.und zwar um vieler Ursachen willen:

1) Weil Gott selbst der Weingärtner oder Herr des Wein-bergs ist, Ioh. iz, 1. Match. 2i, Zz. 40. e. 20, r.

2) Der Weinstock ist Christus, Ioh. 15,5.

z) Die fruchtbringende Reben sind die Gläubigen, Ioh. 15,2.4.5. die unfruchtbaren aber alle Heuchler und Schein-Chri-sten, v. 6.

4) Die süssen Trauben oder Früchte, so beydes Gott undMenschen erfreuen, sind der Glaube, Ier. 5, z. und die Liebegegen Gott und den Nächsten, so wieder viele Beerlein hat,2Pet.i,zsq.

5) Die Heerlinge sind falsche Lehre, Sünde und Laster.

6) Die Pfäle, daran die Reben gebunden werden, sind dasGesetz und Evangelium, Es. 8,20.

7) Das Band, damit sie gebunden werden, sind Glaubeund Liebe, Eph.4,Z.

8) Der fette Dünger ist das Blut Christi, 1 Ioh. 1,7.

9) Der Thau und Regen ist das Wort Gottes, Es. 55,10.

10) Die Sonne, deren Wärme, Kraft und Wachsthumgiebt, ist Christus, Mal. 4,2.

11) Die Hacke und das Reben-Messer ist das Gesetz,Röm. z, 2o.

12) Die Kelter ist das Creutz, Thren. 1,15.

iz) Der Zaun umher ist die Wagenburg der heil. Engel,Ps. Z4,8-

14) DerThurn darinnen ist der Schutz der Obrigkeit,Es.z,2.

15) Die Wintzer und Arbeiter sind alle treue Lehrer und Pre-diger, welche pstantzen, begiessen, i Cor.z,6. die wilden Ran-cken beschneiden, die schwachen unterstützen, das Unkrautausgäten, von Steinen säubern, i Cor. 12, 28. und gute Wa-che balten müssen, Ezech.z,!?- Ebr. iz, 17.

16) Die