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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
327
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Z27

Von den Bäumen insgemein.

Epist.Jud.v.i2. oder Umfallen, Coh.n,z. und dergleichenVerderben mehr, welches der Zorn Gottes um der MenschenSünde willen auch über die Bäume ausschüttet, Ier.7,20.

H.6. Die Zeugung und Fortpstanyung der Bäume ge-schicht durch den Saamen, Gen.l, 11.12. Ezech. 17,5. durchdie Wurßel, Es.zz,2. c.n,i. Iob i8,-6. durch die Schöß-linge und abgelegte Zweige, wie z.E. der Weinstock, Es. 16,8-durch Pfropfen, Röm.n, 24.27. damit unsere Gemeinschaftmit Christo sehr schön verglichen wird; wie auch mit demPstantzen und Einsetzen, Röm. 6,5.

§. 7. Die Kraft, seines gleichen zu zeugen und zu empfan-gen, ist zwar in denen Gewächsen nicht so unterschieden wie indenen Männlein und Weiblein der Thiere, sondern in einerleyCörpcr einer jeglichen Pflantz-e beysammen. Dennoch habeneinige der alten Natur-Lehrer, wie klimus meldet, die Pssan-tzen und Gewächse, und also besonders die Bäume, jeglichenach ihrer Art, in beyderley sowohl männliches als weib-liches Geschlecht unterschieden, doch so, daß sie solchenUnterscheid des Geschlechts nicht gesetzet in der Kraft zu zeugenund zu empfangen, wie bey den Thieren, sondern in einer grös-- fern Fruchtbarkeit, oder bessern Frucht, oder Festigkeit derMaterie, worinnen ein Baum einen andern, der eben seinerArt oder Geschlechts ist, gar mercklich übertrifft *. Also sollendiejenigen BäuMe, welche entweder gar keine, oder doch nichtso gute Früchte von ihrer Art bringen, oder auch welche einfe-stcrund zäherHoltz haben, männlichen Geschlechts seyn. Wiedenn insonderheit an den Palmen bemercket worden, daß dasMännlein des PatmbaumS nur Blumen träget, das Weibleinaber seine Blüthe in grossen Scheiden, ixatliin oder tlrecis ver-schlossen hat, die aksdenn aufbrechen und Frucht bringen, wenndie abfallende oder abgeschüttelte Blüthe des männlichenPalmbaums, so ein gelber Staub ist, darauf fällt oder ge-streuet wird, und gleichsam das Weiblein fruchtbar macht **.Also sagt man, daß das Männlein des Eichbaums keine Eicheln

T 4 tragen,

* Uiller. I. c. crp.6. p-6o.

** l. c. cv!l. c 15. p. 125 . plivs.5, p. 24k.