Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
303
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Vorn Acker-Bau.

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Trübsal pflügen, heist aufanderer Unglück und Schaden be-dacht seyn, Job 4,8. Böses pflügen, heist, sich mit höchstemFleiß aufs Sünden-Handwerck legen, Hos. io, iz. ein Neuesoder Anders pflügen heist sich erneuten in rechter Buß-Arbeit,Jer.4,z. Hos. 10,12. Felß pflügen heist ein unbesonnen undunmüglich Beginnen, Amos 6,12. 2) Pflügen heist auchharte und beschwerliche Arbeit oder Dienste thun, Hos. 10, n.und gepflüget werden, heist die gröste Mühseligkeit, Beschwer-lichkeit, und Grausamkeit der Feinde, oder viel Creutz ausste-hen, Ps. I29,Z. coll. Es. 28, 24. 26. oder auch gantz verwü-stet und zerstöhret werden, Mich. z, 12. Jer. 26,18. z) Pflü-gen heist auch heimliche und verborgene Dinge erforschen underkundigen, Jud. 14,18.

H. z. Wenn der Acker umgepflüget ist, werden die Furchenwieder eben gemacht und geeget, Es. 28, 24. Job 39, io.welches Lutherus brechen gegeben, wozu die Egon, Hebr.

tridulL, eiserne Hacken oder Zacken, 2Sam. 12,31.1 Chrom 21, z. Es. 28,27. AmoS 1,3. gebraucht werden.

Egen, bedeutet viel leiden, oder beschwerliche Arbeit undDienste thun, Hos. io, 11.

H. 4. Ein Feld, das immerzu bearbeitet und besäet wird,muß seine Fruchtbarkeit allmählig verlieren, oder erschöpffetwerden, wenn nicht die ihm enrgangene Kraft und Saft durchandere Mittel wieder ersetzet wird. Daher muß man dasselbeentweder einige Jahre ruhen oder Brach liegen lassen, daß essich etwas erholen kan, worauf der grosse Gott selbst ohneZweifel mit gesehen, als er seinem Volck Israel besohlen, daßsie alle sieben Jahre ihr Land ruhen und liegen lassen sollten*,Exod. 23, iO. 11. Lev. 25, 3. 4. oder man muß es bedungenoderbemisten, Luc. 13, 8. und ob zwar die Morgen - Ländernicht so viel damit betrieben, wie bey uns geschieht, zumal dasie ihr Getreyde mit Sicheln abschnitten, und die Stoppeln, in-dem sie das Stroh nicht so sehr gebrauchten, groß und lang ste-hen liessen, welche wenn sie untergepflüget wurden und also ver-fauleten, dem Lande schon ein guter Dünger oder Mist waren;

So

* <^ons l.unll. Iüd. Hciligth. I. s. c. ZI. p. lOgo.