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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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272 Von den BlumemGewachsen.

allerley Ergöhlichkeit gebrauchen, Sap. 2,7. * und alles waslieblich und schön ist, damit verglichen wird, z. E. der Schmuckdes Hohenpriesters Simon, Sir. ZO, 8. Die Weisheit, Sir.24,14. die Frommen in ihrem Wachsthum und Tugend-Ge-ruch, Sir. 39,17. insonderheit waren die Rosen zu Jericho, diein den Feldern und Gärten um Jericho wuchsen, vor andernsehr berühmt, Sir.24,iA. so abermit demjenigen besondernGewächs, welches insgemein kosg l^iericliumeg , die RoseJericho genennet wird, nicht für einerley zu halten, maffendieses am Ufer des rothen Meers im Sande hervor wächst, undbestehet aus einem fastHandbrejten Stäudlein, das viele ineinander geflochtene holhige Aestlein, kleine längliche undschmale Blätter hat, in der Mitten runde Körner oder Früchteträget, und insgemein rund ist, in warmen Wasser aber sichvon einander thut. Im N. T hat eine Magd Rhode denNamen von der Rose, Act. 12, iz. wie auch die JnsulRho-dus, Act. 21,1. weil man an dem Ort, allwo die Stadt mitder Jnsul gleiches Namens, gebauet worden, viele Rosen-Büsche angetroffen hat.

§. z. Unter allenKnollichten oderZwiebel-Gewächsen behältdie Lilie billig den Vorzug; denn sie wächst unter allen Blu-men am höchsten und hat schöne Farbe. In Syrien und demgelobten Lande wuchsen sie nicht nur in den Gärten, sondernauch überfiüßig in den Wildnissen, in den Thälern und auf demFelde**, Marth. 6,23. Cant. 2,1.16. c. 6,2. und zwarnicht nur Schneeweiße, sondern auch rothe und PurpurfarbeneLilien, Cant. 5, iz. coll. v. 12. das Hebr. Wortwie auch das koemin. hat der sel. Lutheruö allenthal-

ben durch Rose überseht, es heist aber eigentlich I-ilium, eineLilie, und soll herkommen von LTV lex, weil die Lilie 6 Blat-ter hat, wie Kabb. kiinclü und andere gemeiner. Doch wollenandere sie vielmehr von der gar hellen und vortrefflichen weißenFarbe also benennet wissen; wie denn bey den Poeten schöne

§rau-

* <üonf. klin I.. 21 . c. z.

** Locksrt. Hisrvr. k. i. l.. z. c. 24 p. 924