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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
246
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Von den Theilen

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Und diß ist das Leben der Pflantzen, nemlich eine zureichendeMenge und ungehinderte Bewegung des Nahrungs-Safts,damit wird verglichen die Kraft, Marck und natürliche Feuch-tigkeit im Menschen, Ps.g2, 4. und auch das geistliche Leben,Röm. n, 17. Hingegen der Tod der Pflantzen, d. i. wennsie nicht mehr frisch bleiben oderfortwachfen können, bestehetdarinn, daß sie nicht gnug Nahrung haben, oder bey großerHitze, da die Erde austrocknet, und kein Regen oder Thau fällt,verwelcken, ihre Farbe verlieren und verdorren; oder wennihre Structur und Zusammensetzung der Theile verletzet undverdorben wird,z. E. wenn die Bäume vor grosser Kälte erfrie-ren. Denn da zerspringen die Röhren von derKälte, und ab-sonderlich leiden die Bläßlein sowohl im Marcke als der Rindeviel Schaden, indem der Saft, wenn er gefrieret, sich durcheinen grösser» Raum mir Gewalt ausbreitet. Daher auch diegrosse Kälte den Bäumen im Winter, da sie wenig Saft ha-ben, nicht so sehr schadet, als die nach warmen Wetter etwasspäte einfällt, da schon alles voller Saft ist; denn da können dieGefäße, darinnen er enthalten ist, eher zersprenget werden,auch wenn er nicht gefrieret, sondern nur sehr kalt wird. Jaman siehet daraus, warum die Pflantzen, die noch jung unddabey sehr saftig sind, bey Nacht-Frösten im Frühling eher er-frieren, als andere, weil ihre Gefäßlein, die zu zersprengen sind,sehr zart sind, und viel Saft sich eher so starck ausbreiten kan,als zu dieser Würckung nöthig, als weniger Saft. Wie sonstdie Structur der Pflantzen verderbet wird, z. E. durch Mehl-Thau, Hagel, Ungewitter, Raupen, Ungeziefer, u. s. f.lehret die tägliche Erfahrung.

§.4. Was nun die verschiedenen Theile, daraus der künst-liche Bau der Pflantzen zusammengesetzt ist, und in deren un-verletzten Zusammensetzung auch das Leben derselben mit beste-het, selbst betrifft; so hat man fast bey einer jeden Pflantze zubetrachten: die Wurtzcl, den Stengel oder Stamm, die Aesteoder Zweige, die Rinde, das Marck, die Augen oder Knospen,die Blätter, die Blüthen oder Blumen, die Frucht und denSäumen.

§. 5 .