Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
211
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Von den Edelsteinen. Ltt

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' ' meistens zehen bis zwölf Klaftern tief aus dem Grund desMeers gefischet oder hervor gezogen werden; und geschieht sol-ches aufzweyerley Weist *: i) ?er , urinsrio-

nem. auf der Insel Ceylon, da sich die Fischer oder Taucher in/ ^ den steinigten Grund des Meers mit einem Korbe hinunter laf-sen, vor dem Mund eine breite Wurtzel habende, welche fastx - ^ dasgantze Gesicht bedeckt / und wie ein Schwamm gestalt ist,

und daher auch lange Zeit kein Wasser in sich dringen läst; die. v Perlen-Muscheln, so sie vom Abgrund des Meers herausgeho-., E legen sie in die Sonne, da sie sich denn gar bald von einander

hm U thun, daß ^ die Perlen heraus nehmen können f. 2) DurchRehe, welches sonderlich in Indien geschahe. Die vornehm-

sie Perlen - Fischerey besitzt der König in Persien, an demM« Strand des glücklichen Arabiens,wie denn bey der Insel Baha-

^ rem in dem Peruanischen Meer-Busen jährlich wohl 222 biszoo Barqves fischen, und der alljährliche Fang auf 500002Ducaten gerechnet wird ; nach dieser folgt die in der Inselck j. Ceylon, woselbst die Perlen zwar nicht gar groß, und seltenüber drey oder vier Caraten wiegen, gleichwohl ihrer Helle undH18. ^ Runde wegen für die schönsten gehalten werden. Es sind aberdie Perlen gewisse crüculi oder Steinlein, welche in den Perlen-Mli' Muscheln oder so genannten Perlen-Mutter aus der schleimich-ten Feuchtigkeit der Perlen-Schneck gezeuget werden, und nach^ und nach erhärten, wiewohl die gantze Zeugung der Perlen an-noch ziemlich verborgen ist; indessen haben wir hier ein ohnfehl-bares Zeugniß von der Göttlichen in so verborgenen Meers-. Tiefen immer wirckenden Weisheit, von der wir in diesem le- ben auch mit den scharfsichtigsten Augen nur einen Schattenerblicken mögen. Die Asiatischen Völcker, sonderlich die Perser' ^ haben die Perlen weit höher geschähet als Gold: die EgyptischeKönigin Cleopatra hat an einer in Eßig aufgelösten Perle eine^ L Mahlzeit gehabt von 250022 Cronen, cemies lellerrium.^ ^ Daher kein Wunder, wenn iVlamlius Mikron. L,. 5. alle Schä-tze der Erde nicht zulänglich hält gegen die im Meer liegendeE . O r Per.

^ * Vl«j. 8 ckeuckr.r c.p.211

1 Look.Hühntt.Nq;ux<rsxik.p.l»r.