Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
185
Einzelbild herunterladen
 

Von den Bergen.

>85

MnGm,

"»N!

Ä,irvs

^Wic

-Sk

7 .^; k^2»'

s^ttv-L- montanus, Luc. i, ZY. 65. jÄLvoc, collls, clivus, tu-mulus, Hügel, Luc. z,s. Aorist werden die Berge auch an-gedeutet durch die Höhen, Höhen des Feldes, Jud. 5,18. Hö-hen der Erde, Amos s, 4. iz. Mich. i, z. Ier. zi, ,5. coll.Match. 2,18. die Säulen des Himmels, in Ansehung desLuft-Himmels, welcher auf den Bergen, gleich als auf festenSäulen ruhet, wenn man sie von ferne anstehet, Job 26, n.desgleichen die Grundfeste des Himmels, 2 Sam. 22,8. coU.Ps.i8,8. nicht aber wie die Poeten z.E. von dem hohen BergeAtlas gedichtet, als wenn er den Himmel trüge und unter-stützte.

§. z. Das Alter der Berge setzt man billig in den An-fang der Erschaffung oder ersten Ursprung der Erde, Job 15,7.Prov. 8,22.25. Ps. 90,1.2. welche Schrift-Stellen zur Gnü-ge zeugen von den Bergen schon vorder Sündstuth, conf. Gen.7,19.20. wie denn auch die Berge als ein Sinnbild einer langenWährung vorgestellet werden, indem sie heiffen colles perpe-rui, öc monres Tcernirari8,1'. stecull, d. i. die für und für ge-standen, oder von Anfang erschaffen worden, Deut. zz, 15.Hab.z,6. wiewohl auch nicht zu leugnen, daß durch die allge-meine Sündstuth und andere Überschwemmungen die Lage derBerge sehr geändert, und viele von den alten untergangen,aber auch viel neue entstanden seynd; welches die auf den höch-sten Bergen gefundene Muscheln, und die abwechselnden Lagendes verschiedenen Erdreichs, welches man in den Bergen an-trifft, gnugsam bezeugen ; daher die meisten jetzigen Bergeeine Wirckung der Sündstuth oder vom Wasser zusammenAbschwemmet sind.

§. 4. Die Ungleichheit der Erde wegen der erhöheten Theileoder Berge, ist sowohl von grosser Nothwendigkeit alsL^Utz-barkerr *. Denn

I. Dienen sie zum Ursprung der Qvellen, die den Flüssendas Wasser geben, welches nicht so fortrinnen, noch das Re-gen-Wasser abstießen könnte, wenn die Erde in ihrer obernFlache gleichweit von ihrem Mittelpunct weg wäre; sondern

M 5 das

* conf. vcrksmr kk^üco-lkeoloZie» U. z. c. 4. p. l;8 -164.