Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
149
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Vom Wasser überhaupt. 149

seht, Job 26,16. oder er misset das Wasser, c. 28,25. also,daß er eine ordentliche Zahl, Maaß und Gewicht gemacht denobern Wassern, d. L. den Wolcken gegen die untere. Hättenwir mehr Wolcken, so hätten wir eine kältere Luft, mehr Regenund Schnee, Überschwemmungen der Länder, nasse, un-fruchtbare und ungesunde Jahre; Hätten wir aber weniger,als wir haben, so hätten wir wiederum unfruchtbare, ungesun-de, allzutrockene, hitzige Zeiten. Also sind abgemessen dieWasser des Meers gegen die Wasser des festen Landes, unddieses Ziel müssen sie nicht überschreiten, Prov. 8. 27.29. Jobz8, io.li. Alle Brunnen, Bäche, Seen, Flüsse, ändern sichimmer ab, und gewinnet doch keines über das andere die Ober-hand, sondern bleiben in ihrem beständigen Gleichgewicht,so wohl unter sich selbst, als gegen der trockenen Erdkugel.Also sind die Regen- und Schnee-Wasser ordentlich gemessenund ausgetheilet auf die vier Jahrs-Zeiten, und die verschiede-ne Erden-Striche oder Climata. Also ist einem ieden Landesein bescheidenes Wasser - Maaß ausgetheilet. In einigenhitzigen Ländern, da es selten regnet, z.E.inEgyPten, wird derWasser-Mangel ersetzet durch den alltäglichen starckenThau;in Africa und Indien muß der Nilus und Ganges das trockeneErdreich zu gewissen Zeiten überschwemmen und fruchtbar ma-chen. Ja also hat ein iedes mineralisch Wasser, die warmenund kalten Bäder, die Saltz- und Sauerbrunnen ihr ordentlichZahl, Maaß und Gewicht, und zeugen von der Weisheit desSchöpffers *.

H. 5. Endlich preiset das Wasser auch Gottes grosse Güte,weil es vielen Nutzen im menschlichen Leben schaffet, Sir. 40,zi.Denn so dienet es

i. Menschen und Thieren zu einem allgemeinen Tranck, Ps.104,10.11. Hos. 2, 5. und obschon die Menschen ihnen einenTranck durch die Kunst zubereiten, so kan es doch so wenig ohneWasser geschehen, als die Zubereitung oder Kochung der Spei-sen überhaupt. Alle Gewächse, die zur Nahrung der Men-schen und Thiere dienen, müssen durch Hülffe des Wassers ih-

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* v'. 8ckeuckr. kk^t. 5. Zob'»» 9. rr- lg.