6Z Von den Witterungen
die Kälte herein dringet, daß die Pflantzen vergehen, und dieBäume ihr Laub verlieren, heisset der Herbst. Und diese Ord-nung der Abwechselung hat der Schöpffer von Anfang festge-stellet, daß sie währen soll, so lang die Erde stehet, Gen. 8,22.Ps. 74 , i?.
§. 2. Die Namen der vier Jahrs - Zeiten heißen in derHeil. Schrift also:
I. Ver, der Frühling oder Lentz wird-genennet "i'MN TÄdie Zeit des Gesanges, Cant. 2,12. da nemlich die Vogel wie-der kommen, und ihre Stimme hören lasten, Ier. 8 ,7. Insge-mein wird er angedeutet durch so sonst die Erndte heiß,weil im Lande der Hebräer die Erndte des Frühlings angieng,Ies. 5, 15. 2 Sam. 21,9. Im Griechischen heist der Lentz^ vküiv, die Zeit, da alles sich verneuert und verjünget,Sir. 24,55. c.ZO, 8.
Im geistlichen und Geheimniß-vollen Verstände bedeutetder Lentz die Freude und Trost des Evangelii, nach überstande-ner Versuchung und Elend, Cant. 2,11 -14. und ist auch sonstein schön Bild der künftigen Auferstehung, da alles wird neuwerden, die rechte Erndte angehen, und lauter Freuden-Liedererschallen werden, con 5 . Luc. 21, 29. zo. zi.
U. der Sommer heist von Eckel und
Verdruß haben, weil die Hitze desselben in denMorgenlän-dern sehr verdrießlich ist, couf. Ps 52, 4. Es. 24, 4. darumman gewisse Sommer - Häuser dawider hatte, Amos z, 15.Dan. 6,10. Jud.g,2O. Im Griechischen bedeutetSommer und Erndte zugleich, Match. 25,52. Marc. iz, 28.Luc. 2i,ZO.Sir.zO,8.Weyrauch-Baum im Lentzen, nach demGriechischen, im Sommer, bedeutet auch die Sommer-Früch-te, Obst, Amos 8, i. 2. Es. 16,9. Ier. 40, 12. 12. c. 48, Z2.besonders die Feigen, 2Sam.i6,1.2. weil solche so denn reifstnd.
Der Sommer heist die gelegenste und beqvemste Zeit zurArbeit und Einsammlung, Prov. 6,8. c. zo, 25. c. 12,5. c. 20,4. Ist ein Vorbild des ewigen Lebens, Luc. 21,52. Ps l26,z.
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