z6 Von dem winde.
§. Z. Indessen so sehr auch diese erzehlte Ursachen desWindes durch die bisher angestelleten Versuche bestärcketworden, so sind sie es doch nicht allein, sondern die Natur,Forscher müssen selbst gestehen, daß derselben noch vielmehrvorhanden seyn müssen, welche man aber nicht alle ergründennochdeterminiren kan, welche Ursache bey einem gegenwärti-gen Winde die rechte sey. Daher bleibt die Erkenntniß vonder Natur des Windes noch zur Zeit ein Geheimniß der Natur,dahin kein ?k^iicu5 noch iVIgrkemrmcu8 bishero eindringenkönnen, und es bleibt dabey: daß GOtt den Wind aus seinenSchähen und heimlichen Oertern kommen last, Ps. izz, 7. Jer.
10, iz. c.zi, 16. daß niemand wisse den Weg des Windes, Coh.11,5. von wannen er kommt, oder wohin er fahre, Joh. z, 8.conf. Job z8,24. Denn ob man insgemein wohl weiß, vonwelcher Seite oder Gegend er herkommt, und welche Seite erstreiche; so kan man doch eigentlich nicht sagen, wo und wenner sich erhoben habe, wie weit er schon gegangen sey, wo er stär-ker worden, wohin er weitergehen, und wo er sich legenwerde, rc *.
§. 4. Die Winde sind ihrer Art und Beschaffenheit nachsehr unterschieden. Denn
i) Der Rraft nach sind einige schwach oder von gelinderBewegung, andere aber stärcker, z. E. ^urs heist ein stillsanft Sausen,oder klein Lüftlein,und ist eine geringe Bewegungder Luft, dergleichen an Wassern oder im schattichten Walde, dadie Blätter der Bäume sich ein wenig bewegen, anzutreffen,iReg. 19,12. ?roce!lg,1'urb'o, Hebr. Job
si,i8. c.z7,y. Es.29,6. Ps.8z,i6. Amos i,i4. Nah.i,g. u. sonst
NN
Im Griechischen «vk^rr, «ve/roc i-i-cpAi/txoc,
Sturm, Sturmwind, Wetter, Ungestüm, Ungewitter,Windsbraut, Windwirbel, Ps. 107,25. Ps. 148, 8. Ps.
11, 6. Ps.ZO, z. Es. 28,2. c.40,24. c.4i,i6. Ezech. iz, 11. iz.c.r, 4. Jer. 25,19. c.zo,2z. Nah.i,z. Ion. i, 4.12. Marc.
4, Z7.
* 0. 8k°ner. Glaubens-Lehr, p- 709.