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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
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Von der Luft.

Sonnen-Licht in allerhand Farben verwandelt, und also wird^ dadurch in den Wolcken nicht alles Sonnenlicht roth; doch!yu> wird sonst nichts als rothes Licht von der Wolcke aufden Erdbo--

' denreflectiret. Wenn die Sonne einen andern Stand bekom-Met, daß das Licht anders gebrochen und veflectiret wird, so^ verändert sich auch die rothe Farbe, und verschwindet endliche gar, so bald die Sonne ganh herauf oder herunter ist. Wennauch der Himmel voll wässeriger Dünste ist, und dieselbe vonder Sonne vor dero Auf- oder Untergänge erleuchtet werden, so.bekommt er eine Gestalt, als wenn er voller Feuer wäre, daher^ auch solche Dünste sich gemeiniglich bald in einen Regen zu re-solviren pflegen»

' §. r?» Wie nun aus dem bisher angeführten die Luft sehr

^ kräftig von der Weisheit und Güte Gottes zeuget, conf Job^Z8/ Z7. also giebt sie nebst diesen auch noch ferner seine Majestät- und göttliche Beacht zu erkennen, in den vielen veränderlichen^ Witterungen von Winden, Dünsten, Wolcken, Nebel,Thau, Regen, Schnee, Hagel, rc. wie auch mancherley Erschei-" nungen, und andern Begebenheiten, zu welchen allen die Luft- das Ihrige beytragen muß, und sie sonst nicht statt finden wür-. den, conf. Ps. 18, io sq.

. So groß aber nun der Nußen der Luft ist, so scbäd»^,2« llict> wird sie den Menschen, wenn Gott aus gerechtem Ge-richt sie um der Sünde willen strafen will. Nicht allein wenn^ sie sehr dunckel oder gar verfinstert wird, Es. zo, z. Apoc. 9,2.5^ conf. Act. 22,2z. sondern auch vornemlich, wenn sie vergiftet,eKLc oder mit ftinckenden Nebel und allerhand ansteckenden PestileN«tialischen Dünsten angefüllet wird, Deut. 28, 22. conf. Apoc».^ ,6, 17. wodurch also dieselbe ihren angemessenen Grad der

' Dichte oder Dünnheit überschreitet. Und so mag die Luft we-

I' gen ihrer grossen Kraft und Gewalt wohl genennek werden ein^ ^ Lüpft über diese unter dem Mond liegende Körper. Nichts^ ist vor ihr sicher, die härtesten Metalle müssen ihr weichen, und:>< stch von dem Rost verzehren lassen, vor dem sie wohl sicher blie-ben, wenn sie nur vor der Luft bewahret werden könnten. DieLuft spielet den Meister so wohl in denen Zeugungen als Ver-

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