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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Von der Luft. 49

steiget, ie mehr nimmt solches Licht ab. Auf solche Weise kander Tag anbrechen, ehe die Sonne aufgehet, und noch langewähren, wenn die Sonne schon untergangen ist. Ist die Luft dickund in der Höhe mit vielen Dünsten angefüllet, so kan auch derTag geschwinder und stärcker anbrechen, oder dieAbend-Dem-merung länger dauren, als wenn die Luft rein ist. Denn indicker Luft werden die Strahlen stärcker gebrochen, und fahrentieffer in die Luft hinein; auch kan mehr Licht auf die Erde re-lleüiret werden, wenn viele Dünste in der Höhe sind. Dieserweg, durch welchen das Licht sich m der Luft theilet,Job z8, 24. hat die ^llronomos angewiesen die Treffe derSonne zu determiniren, die sie unter dem Horizont haben muß,wenn der Tag anbrechen oder die Abend-Demmerung aufhö-ren soll, und sie haben selbige 15,18 bis 19 Grad gefunden. Jaman hat auch aus diesem Grunde die Höhe der Luft, nemlichderjenigen, welche das Licht der Sonne bricht und refiectirt, zubestimmen gesucht, und sie nicht über 4 teutsche Meilen hoch be-funden, wohl aber zuweilen auf i bis 2 Meilen niedriger, son-derlich inden kaltenNord-Ländern,oder auch zur Winters-Zeit,da dieLuft von derKälte dichter «.dicker zusammen geprest wird.Woraus denn folget, daß unsere Luft nicht bis an den Mond ge-het,als welcher über 480O0 Meilen von der Erde entfernet ist *.

§. iz. Ein gemeiner Nutzen, den wir davon haben, daß derTag nicht aufeinmahl mit der aufgehenden Sonne, sondernnach und nach anbricht, noch urplötzlich mit der untergehendenSonne, sondern allgemächlich Stuffenweise sich endiget, be«

, stehet darin, daß die Gesundheit unsers Auges unverletzt erhal-ten werde. Denn gehlinge Abwechselungen des Lichts und derFinsterniß sind dem Auge beschwerlich und gefährlich. Wennam hellen Tage auf einmahl der Himmel mit finstern Wolckenüberzogen wird, so kan man eine Weile kaum sehen, und schei-net die Nachtaufeinmahlherein zu brechen: Und wenn einem,der im Finstern sitzt, unversehens ein Licht vorgehalten wird, sowird er dadurch geblendet. Und so könnten weder Menschen

noch

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