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Von der Luft.
aber zu allerhand Veränderungen in körperlichen Dingeydienet; so muß auch viel Veränderliches in den Leibern derMenschen und Thiere gewircket werden, wozu noch dieseskommt, daß sich die Luft in den Lungen mit dem Geblüts ver-mischet.
§. Die Luft ist ferner nöthig zur Erhaltung desFeuers, indem ohne deren freyen Zugang keine Flammeleuchten, kein Licht brennen, kein Feuer bestehen, noch Rauchaufgehen kan. Oh aber die Luft-Theilgen selbst etwas Mate-rie beytragen, oder aber nur als eine wirckende Ursache bey derZeugung und Erhaltung des Feuers anzusehen seyn, ist beyden Naturkündigern noch nicht völlig und gewiß beygeleget *.
H.n. Die Luft dienet auch insonderheit zum Gehöre undder Sprache. Denn durch sie wird der Schall, der in dieOhren fallen muß, erreget und fortgebracht, (Ioh. z, 8.) undwenn die Luft aus den Lungen herausgestossen wird, so höretman Stimme und Sprache. Wenn keine Luft wäre, so wür-de es nicht anders seyn, als wenn wir taub und stumm wären.
§.r2. Eine sonderbare Eigenschaft der Luft ist, daß dasLidht in ihr gebrochen wird, da im Gegentheil durch den-erkor, oder die subtile Himmels-Luft, das Licht ungebrochendurchgehet. Nun ist die Luft höher als die Erde, und wirddaher auch von der Sonne eher erleuchtet, und dieser ihr Lichtin ihr gebrochen. Indem die Sonnen-Strahlen gebrochenwerden, fähret das Licht tieffer in die Luft hinein, als sonst ge-schehen würde. Die Luft und die Ausdünstungen in derselbenwerffen das Sonnen-Licht zurück, und dadurch kömmt es aufden Erdboden, ehe die Sonne wircklich aufgegangen; undbleibet auch noch lange darauf, wenn die Sonne schon Untergän-gen ist. Jenes ist der Grund von des Tages Anbruch oder derMorgen-Röthe, welcher GOkt der HErr allhier den Ort ge-zeiget, Job z8,12. 2Sam.2g, 4. dieses aber von der Abend-Demmerung. Je höher die Sonne gegen den Horizont her-aufsteiget, ie mehr kommet Licht in die Luft, und ferner von ihrauf den Erdboden: Je tieffer sie aber unter denselben hinunter
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