und deren Absichten überhaupt. i§
oder die kürzere und wenigere Mittel, den weitläufigen undmehrcrn vorgezogen, und also nichts für die lange Weile ge-than, auch durch die erwehlten und geschickten Mittel mancher-ley Endzweck oder Absichten völlig und auf die allervollkom-MLnste Art erreichet hat: Demnach machte diese Verknüpfungder Dinge in der Natur mit einander, die durch den ganzenRaum und durch die ganze Zeit durchgehet, die Welt zumSpiegel der allervoUkommensten Welkheit GMttes,und giebt zugleich durch die große Anzahl und unaussprechlicheMannigfaltigkeit der Dinge,und der so genau übereinstimmen-den und einander die Hand bietenden Absichten, die Größe sei-ner Weisheit zu erkennen, und deren Unendlichkeit recht zuschmecken und zu sehen , Ps.iog, 24. Eph.z,io. O welch eineTiefe desReichthumö beyde derWeisheit undErkenntniß Got-tes! Röm. u, zz. Er ist der unsichtbare und allein weise GOtt,i Tim. r, 17. Rom. 16, 27.
§. 14. Weil die Welt ihre Wirklichkeit nicht von sich selbsthat, sondern durch des Schöpfers Kraft, der ihre Möglich-keit, die er durch seinen Verstand vollständig erkannt, nachseinem freyen Willen zur Wirklichkeit gebracht hat, so zeugetdieselbe von der Macht GOttes; und wenn man anstehet dieGröße des Raums, den GOtt mit Körpern erfüllet, und dieGröße der Weltkörper, sammt deren unendlichen Anzahlbetrachtet, auch die große Mannigfaltigkeit der Dinge oderMenge der Werke, die man überall antrift, von dem gröstenbis zu dem kleiuesten erwegek; So wird die Welt ein Spiegelder unendlichen und unermeßlichen Macht GMttes, Röm.i, 20. Ps. 147, 5. Dagegen alle menschliche Macht, die ihreabgewesene Größe oder Maaß hat, man möchte dieselbe auch,so vielmahl man wolle, zusammen sehen, gar nichts zu ach-ten. Und da eine unermeßliche Macht, die alles, was möglichist, d. i. nichts Widersprechendes in sich hält, wirklich ma-chen kan, Allmacht genennet wird, so erkennet man daher,daß GOtt allmächtig sey, Gen. 17, i. r Tim. 6,15. conhSüp. I!,22. 2Z. Es. 40,12. iz.