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Auerbach's Dorfgeschichten
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doch nur Wenige. Der Thaddä wollte den Jörgli tüchtigdurchprügeln, der Buchmaier aber fand ein gelinderesMittel zur Aufrechthaltung des Vereins. Er lud nämlichden Pfarrer und alle bisherigen Mitglieder des Vereinsaußer dem Jörgli zum Nachtessen am Shlvesterabeud beisich ein, dadurch gewann Alles wieder neues Leben.

Der Pfarrer hatte den Lehrer in seinen Bestrebungenganz gewähren lassen, denn er war keiner von jenen, dieAlles in ihrer Hand haben und von sich ausgehen lassenwollen.

Am Sylvesterabend war nun großer Jubel beim Buch-maier, man trank, sang und scherzte.

Herr Lehrer," sagte der Buchmaier einmal,wennihr geheirathet habt, müsset ihr auch einen Mädchengesang-verein stiften."

Junge Weiber dürfen aber auch dabei sein," riefAgnes.

Ja, die müsset ihr aber in einem Trumm fort singenlassen, sonst schwätzen sie dem Teufel ein Ohr weg."

Manches Hoch wurde ausgebracht. Sonst ganz blödeBurschen wagten es hier vor Pfarrer, Lehrer und Schult-heiß ein öffentliches Wort zu sprechen.

Zuletzt ergriff Thaddä das Glas und rief:

Unser Herr Lehrer soll leben,

Und sein' Hedwig daneben!"

Hoch! und abermals Hoch ertönte, es wollte fast garnicht enden.

Mit Hedwig lebte der Lehrer im innigsten Verständnisse;sie leistete seinen Bildungsbestrebungen willig Folge, da eres nicht mehr darauf abgesehen hatte ihre Natur umzu-modeln, sondern nur sie frei zu entwickeln. Anfangs erginges dem Lehrer bei Hedwig sonderbar. Wenn er ihre Seeleauf allgemeine Gedanken und Ansichten hinlenken wollte,machte er bei Allem große Vorreden und Einleitungen;