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Schullehrer muß eine Frau haben. Wir haben jetzt zumerstenmal einen Ledigen, nun wir haben hier Staatsmädle;ihr müsset euch einmal umgucken. Das Best' ist. ihr nehmeteine aus dem Ort; wenn man nicht aus dem Ort ist unvnicht 'rein heirathet, bleibt man halt wildfremd. Hab' ichrecht oder nicht, Vetter?"
„Vielleicht hat der Herr Lehrer schon eine ausgesucht,"entgegnete der Buchmaicr, „und sie mag her sein, wo siewill, sie soll bei uns gut aufgehoben sein."
„Ja, wir halten ihr einen Gegeuritt," sagte Mathes,indem er dachte: der Buchmaier ist doch gescheidter als du.Der Lehrer aber sagte:
„Ich bin noch durchaus ledig, ich kann schon nocheine geraume Zeit zusehen." Innerlich dachte er: liebereine Aefstn, als so eine vierschrötige Bäuerin zur Frau.
„Jetzt müsset Ihr mich vererkusiren," sagte der Buch-maier, „ich muß in's Feld; ich hab' da einen Gaul imHandel und muß sehen, wie der im Zug ist. Nun, wirsehen uns ja heut' Abend. B'hüt's Gott dieweil. Gehstmit, Mathes?"
„Ja, b'hüt's Gott, Herr Lehrer, und wenn Euch dieZeit zu lang wird, so nehmel's doppelt."
Der Lehrer verstand diese nicht sehr geschickte Redensartdes Mathes, die von dem Bilde eines zu langen Fadensgenommen ist, nicht ganz.
Nachdem hinter den Fortgcgaugenen die Thüre schonzu war, drückte der Lehrer nochmals an derselben, gleichsamum sich zu vergewissern, daß er jetzt allein sei. Er fühltesich sehr beklommen und konnte sich doch nicht recht sagenwarum. Endlich fiel ihm die Lauterbacher Geschichte wiederein. Er sah darin eine grobe und rohe Begegnung, alleihm sonst erwiesene Freundlichkeit haftete nicht an ihm.
So sind die Menschen! Wenn sie sich in gereizterStimmung befinden, behalten sie immer nur das Eineim Sinne, was sie verletzte, und übersehen alles Anderenoch so Liebreiche.
Erst saß der Lehrer lange still, dann erhob er sich,