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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Bei dem Studentle ging es nun wie bei gar vielenverschwenderischen Menschen, wenn sie auf eigene Strümpfekommen, werden sie geizig und hart.

Es war für Florian allerdings ein Unglück, daß geradeder Studentle sein Hauptkamerad war; er sagte sich nunoft: „der ist doch kein bisle besser als du, und warumgeht's ihm besser?" Er grollte dann immer mehr mit demSchicksal, ward unglücklich und schlaff.

Creszenz aber war indessen ganz glückselig; so sehr sieauch ihr Vater mißhandelte, weil sie den Geometer auf-gegeben, war sie doch durch letzteres eben gerade rechtglücklich; ihr Wesen war nicht mehr getheilt, sie gehörteganz dem an, den sie stets im Herzen getragen. Dietraurige Lage Florians blieb Creszenz nicht verborgen,sie sah kein Verbrechen darin, ihm auf allerlei WeiseHülfe zu verschaffen. Sie entwendete Tabak und andereSachen aus dem Laden und drang es heimlich dem Flo-rian auf. Anfangs schämte er sich zwar es anzunehmen,nach und nach aber lehrte er sie, wie sie ihm immermehr verschaffen sollte, denn er hatte durch den Schlun-

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kel Absatzwege gefunden.Creszenz gehorchte ihm inAllem, es war ihr oft alshätte ihr Florian über dieganze Welt und Alles wasdarauf und darin sei zugebieten, als müßte ihmein jedes Unterthan sein;es war ihr als ginge ernur einstweilen so macht-entblöst einher, als würdeer bald Allen zeigen, wases zu bedeuten habe. Siehoffte, daß der Augenblickbald kommen würde, da erin seinem vollen Glänze da-stünde; sie hoffte das so