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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Jvo seufzte tief, da er an die Primi; erinnert wurde.

Als Alles theils nach Haufe, theils zum Schmause ging,ließ sich Jvo durch kein Zureden Constantin's zu letzterembewegen; er stand noch eine Weile allein vor dem lustigenGebälke und dachte darüber nach, wie glücklich der Kon-stantin bald sein werde, der nun schon ein HauS sein eigennannte. „So ein Pfarrhaus," sagte er dann vor sich hin,„ist wie ein Schilderhaus, das gehört Niemanden, keinerhinterläßt eine ächte Spur seines Daseins, da zieht eineandere einsame Wache auf, bis wieder eine kommt und ab-löst; doch ich will nicht selbstisch sein, wird mir auch dasGlück des Familienlebens nicht, ich will für Andere arbeitenund an den Spruch denken:

Ich lieb' was fein ist,

Wann's gleich nicht mein ist;

Wann mir's gleich nicht werden kann,

Hab' ich doch Lust und Freud' daran.

Acht Tage später war nun auch die Hochzeit Joseph's.Da ging es lustig her, die Mutter Christine saß obenanneben ihrem Sohne Jvo, dieser war und blieb der Stolzder Familie. Jvo tanzte dann auch einmal mit seiner Schwä-gerin, hierauf aber auch mit Emmerenz; sie war ganz seligund sagte: „So, jetzt ^ haben wir doch auch einmal mit

einander getanzt; wer weiß, ob wir noch im Leben dazukommen."

Nun brachte der zweitälteste Bruder Jvo's ihm seinenSchatz und sagte: „Tanzet mit einander." Jvo willfahrtegerne. Als er geendet, kam die Mutter Christine auf ihnzu und sagte: „du tanzt ja prächtig, wo hast's denn gelernt?"

„Das kann ich noch von meiner Jugend her; wisset ihr,die Spinnerin hat mich's als zwischen Licht gelehrt."

„Wollen wir's auch einmal Probiren?"

„Ja Mutter."

Alles hielt aus, während Jvo mit seiner Mutter tanzte.