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Manieren, dann sagte er wieder zitternd vor Wuth; „HerrPfarrer, der da ist an meinem Unglück schuldig, er hatmir den Frieden im Haus verscheucht, und ich hab' michdem Teufel mit seinem Roßhandel ergeben. Du hast mir'sprophezeit, du," sagte er, auf seinen Bruder losfahrend:„ich häng' mich noch an einem Roßhalster auf, aberzuerst mußt du d'ran."
Der Pfarrer ließ die beiden Brüder austoben; er ge-brauchte seine Würde nur in so weit, um von Thätlich-keiten zurückzuhalten. Er wußte wohl, daß, wenn der langverhaltene Ingrimm ausgeschüttet, auch die Liebe zumVorschein kommen müsse, aber er täuschte sich noch halb.
Endlich saßen die beiden Brüder wortlos und nur nochlaut athmend da, Keiner regte sich. Da sprach der Pfarrerzuerst mit sanften Worten, er öffnete alle verborgenenFalten des Herzens; es half nichts, die Beiden sahen zurErde. — Der Pfarrer schilderte ihnen die Qualen ihrerEltern im Jenseits, der Koanradle seufzte, aber er sahnicht auf; da faßte der Pfarrer alle seine Kraft zusammen,seine Stimme dröhnte wie die eines strafenden Propheten,er schilderte ihnen, wie sie nach ihrem Tode vor den Richter-stuhl des Herru kommen, und der Herr ruft: „Wehe!Wehe! Wehe! ihr habt verstockten Herzens in Haß gelebt,ihr habt die Bruderhand einander entzogen, gehet hinan einander geschmiedet, verschmachtet ewig in der Hölle."
Alles war stille, der Koanradle wischte sich mit seinemAermcl die Thränen ab, dann stand er auf und sagte:„Michel!"
Der Angeredete hatte seit so vielen Jahren diesen Tonnicht gehört, daß er plötzlich aufschaute, und der Koanradletrat näher und sagte: „Michel, verzeih!" — Die Händeder Brüder lagen fest in einander, die Hand des Pfarrerswie segnend darauf.
Alles im Dorfe schaute auf und freute sich, als manden Michel und den Koanradle Hand in Hand den kleinenHügel am Nathhause herunterkommen sah.
Bis nach Hause ließen sie ihre Hand nicht es
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