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Auerbach's Dorfgeschichten
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für die gute Nachred', die ihr mir und Andern gehaltenhabt, Herr Oberamtmann, aber was der Buchmaier gesagthat, unterschreib ich aufs Tüpfele*) hin. Wenn's nocheinen Beweis bräucht', daß uns die Herren wie kleineKinder, wie Unmündige ansehen, so hättet Ihr ihn gelie-fert, Herr Oberamtmann, nein, ich bin 76 Jahr alt undbin zwanzig Jahre Schultheiß gewesen. Wir sind keineKinder, die sich zu so Etwas wie zu einem Bubenstreichverführen lassen; die Art bleibt bei mir, bis man mirsechs Bretter mitgibt. Wer als ein Kind da steht, dersoll's nur bekennen: Ich bin ein Mann, der weiß, waser thut; wenn's zur Straf kommt, bin ich auch dabei."

Wir auch!" riefen alle Bauern wie aus Einem Munde;die Stimme des Matches tönte vor.

Das Antlitz des Buchmaiers war wie mit Licht über-gösse» ; er faßte noch mit der rechten Hand seine Art unddrückte sie innig an's Herz.

Nachdem die herkömmlichen Förmlichkeiten beendet, dasProtokoll unterschrieben und der Buchmaier sich eine Abschriftdavon erbeten hatte, verließen die Bauern still die Oberamtei.

Noch mehrere andere Gemeinden thaten Einsprachegegen die neue Verordnung; die Sache kam bis vor dieKreisregierung. Diejenigen, welche auf eine so ungebühr-liche Weise mit den Aerten selber Einsprache gethan hatten,wurden um eine namhafte Summe bestraft. Indeß wurdenach einiger Zeit der Oberamtmann Rellings versetzt, dieVerordnung aber nicht mehr erneuert.

Nach wie vor trugen die Mannen ihre Art am lin-ken Arme.

Ich erzähle wohl ein ander Mal noch Weiteres vomBuchmaier.

Pünktchen.