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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Dank das Maul gewischt. Das Tonele kriegt einmalseine sünfJauchert Ackers in einer Zeig und das kleckt*) **)noch nicht.-"

Der Jäger reichte dem Waldschützen die Hand, undnoch ehe ihn die Spazierenden erreicht hatten, ging errasch die Steige hinab.

Auf einem Feldraine sitzend, wurde von unsern Be-kannten unter Singen und Küssen der Nachmittag ver-bracht. Am übelsten war das Brigittle dran, sein Schatzwar in Heilbronn bei den Soldaten; wer weiß, wo erjetzt war, während sein Mädchen glühenden Antlitzes ab-seits von den Andern, mit einer Blume spielend seinergedachte? Als es Abend zu werden begann, machte Bri-gittle die anderen Mädchen wieder zurecht; seine eigeneHalskrause war in der besten Ordnung geblieben, währenddie Haare und Halskrausen der Andernverstrobelt undverzobelt" waren, wie es gutmüthig scheltend sagte.

Man ging wiederum auf der Straße spazieren. AlleMädchen und Burschen sammelten sich dort, und nunschieden sich die Geschlechter.

Im Westen, wie man bei uns sagt,über dem Rheine"ging die Sonne blutigroth unter und prophezeite für mor-gen einen guten Tag.

Die Burschen gingen in langen Reihen, aber einJeder für sich, singend oder im Chöre vierstimmig pfeifenddas Dorf hinein. Etwa dreißig Schritte hinter ihnengingen die Mädchen Arm in Arm, ebenfalls in langenReihen, die die ganze Breite der Straße einnahmen. Siesangen unaufhörlich. Immer wieder sing ein Mädchenein neues Lied an, und die Anderen stimmten ohne lan-ges Besinnen und Hin- und Herreden ein.

Das Tonele ging an der linken Flanke und an seinemrechten Arme hing das Blätschle's Marann', die Flambo-marann' genannt. Das war ein unglückliches Mädchen,

*) Fünf Morgen Ackers in jeder Gemartnng gilt als der Besitzstand

eines wohlhabenden Bauern.

**) Zst noch nicht Alles.