und begleitete die Liederweifen. Man fuhr im Schritt.Von allen Seiten drängten sich noch die Freunde herbeiund reichten eine Hand oder auch einen Abschiedstrunk.
Das Marannele schaute zum Fenster heraus und grüßtenoch freundlich. Man näherte sich dem Ende des Dorfes,und nun wurde nochmals „das Gesätz" gesungen:
'Naus, 'naus, 'naus und 'naus,
Zum Nordstetter Thörle 'naus rc.
Als man aber das Dorf verlassen hatte, wurde derAloys plötzlich mäuschenstille. Er schaute mit nassen Augenüberall umher; hier neben auf der Halde „Hochbur" ge-nannt, hatte das Marannele das Tuch gebleicht, von dem erdas Hemd anhatte; es war ihm, als ob alle Fäden brenn-ten, so heiß war es ihm. Er sagte allen Bäumen anderStraße und allen Feldern wehmüthig Ade. Drüben imSchießmauernfeld, dort liegt sein bester Acker; er hat ihnso oft „umgezackert," daß er jedes Steiuchen kennt. Dortneben hat er noch vorigen Sommer mit dem Marannele Gerstegeschnitten, weiter unten im „Henuebühl" liegt sein Klee-acker, er hat ihn gesäet, er sollte ihn nicht wachsen sehen.So schaute Aloys lange umher, und als man die SteigeHinabfuhr, blickte er vor sich hin und sprach kein Sterbens-wörtchen. Als man über die Brücke fuhr, starrte er hinabin den Fluß; wer weiß, ob er jetzt noch. so keck seinenGlückskreuzer hinabgeworfen hätte? —
Durch die Stadt ging zwar das Singen und Johlenwieder von Neuem an, aber erst als man jenseits aus derSpitze der Bildechinger Steige angekommen war, da ath-mete Aloys wieder frei aus: vor ihm stand ja sein liebesNordstetten, mau meinte, man könnte hinübcrrufen, sogleichauf lag es mit dem Berge, obgleich es fast eineStunde fern war. Er sah das gelb angestrichene Hausdes Schmieds Jörgli mit den grünen Läden, und zweiHäuser davon wohnte das Marannele. Er schwenkte seineMütze und begann nochmals:
'Naus, 'naus, 'naus und 'naus rc.