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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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sagte es:das ist ein Glückskreuzer, steh, es sind dreiKreuz' darauf; weißt du, wenn als Nachts so Sternfunkenvom Himmel fallen, da fällt allemal ein silbern Schusseleauf den Boden, und aus denen Schüsselen hat man dieKreuzer gemacht, und wenn man so einen Kreuzer imSack hat, hat man Glück; nimm ihn zu dir, und duspielst dich frei."

Aloys nahm den Kreuzer. Als er aber über dieNeckarbrücke ging, langte er in seine Tasche, drückte dieAugen zu und warf den Kreuzer hinab in den Neckar:Ich will nicht frei sein, ich will Soldat sein, wart' nurJörgli!" so sagte er vor sich hin; seine Faust ballte sichund er warf sich keck in die Brust.

Im Wirthshause zum Engel wartete der Schultheißauf seine Ortskinder, und als sie alle beisammen waren,ging er mit ihnen nach dem Oberamt. Der Schultheißwar ein eben so dummer als anmaßender Bauer. Er warfrüher Unteroffizier gewesen, und bildete sich große Stückeauf seineCharge" ein; er behandelte gern alle Bauern,ältere und jüngere, wie Rekruten. Auf dem Wege sagteer zu Aloys:Tolpatsch, du ziehst gewiß das größte Loos,und wenn du auch Numero 1 ziehst, du brauchst nichtbang sein, dich kann man nicht zum Soldaten brauchen."

Wer weiß," sagte Aloys keck,ich kann noch so gutUnteroffizier werden, wie Einer; ich kann so gut lesennnd schreiben und rechnen, wie Einer, und die altenUnteroffizier' haben auch nicht allen Verstand gefressen."

Der Schultheiß sah ihn grimmig an.

Als Aloys vor das Rad hinging, war seine Haltungfast herausfordernd keck. Mehrere Loose kamen ihm indie Hand, als er in das Rad griff; er drückte die Augenfest zu, gleich als wolle er nicht sehen, was er nehme,und zog eines heraus; zitternd reichte er es hin, denn erfürchtete, daß es eine hohe Nummer sein könne. Als eraber den AusruferNumero 17" rufen hörte, da johlteer so laut auf, daß man ihn zur Ruhe verweisen mußte.

Die Burschen kauften sich nun Sträuße aus gemachten