116 XI. Abschnitt, i. Abtheilung.
Dingen em Metall hervorgebracht werden kön-ne? — Wenn die Metalle nicht sowohl in dem We-sen oder in der Qualität ihres Substrats, als vielmehrdurch Mischungsverhältnisse ungleichartiger Grundstoffeverschieden sind, so ist die Metallverwandlung möglich;sind aber die Substrate derselben wesentlich und elemen-tarisch von einander verschieden, so ist die Metallver-Wandlung unmöglich, und dann bliebe das alchemisti-sche Problem ewig ein Schattenbild. Die Erfahrungist also hier die einzige Schiederichterin, und so langeman nicht durch sie das erstere darthut, glaube ich dasletztere zuversichtlich. Die Erzählungen der Alchemistenvon Verwandlung eines Metalles in ein anderes wirdman vergeblich als Beweise aus der Erfahrung anführenwollen, da ihre Richtigkeit sich nicht allein bezweifeln laßt,sondern auch noch niemals erwiesen ist. Die Geschichtedes Tages lehrt es auch noch, daß die vorgeblichen Gold-macher und Adepten sammt und sonders entweder Be-trüger oder Betrogene sind, und daß die Sucht der Al-chemie immer im umgekehrten Verhältnisse mit achten che-mischen Kenntnissen stehe. Die vorhergehenden und fol-genden Bemerkungen über die Metalle werden, um mitMacquer zu reden, „schon einen jeden vernünftigen„Mann leicht überzeugen, daß man in der Chemie Über-baus geübt seyn müsse, wenn man mit einigem Anschein„von Klugheit auch nur die Hervorbringung des gröbsten„Halbmetalls unternehmen wollte; sie werden darthun,„wie groß die Thorheit dererjenigen sey, welche Gold und„Silber zu machen sich bemühen, ohne auch nur die ge-ringste Kenntniß von den Anfangsgründen der Chemie„zu besitzen, welche sie verachten, sie die gemeine Ehe-„mie nennen, und sie nicht für werrh halten, sich darin„zu unterrichten, ohnerachret es jedermann bekannt ist,„daß diese Kenntnisse der Anfangögründe in der Chemie„eben so, wie in allen andern Wissenschaften, höchst