Von den Metallen im Allgemeinen. 115
sehr wesentliche specisische Unterschiede übrig. Bis jetztist es noch keinem wahrhaften Chemisten gelungen, einMetall ans dem andern Metalle darzustellen, oder denKalk des einen ans den: Kalke eines andern zu scheiden;bis seht har noch niemand die Zusammensetzung irgendeines metallischen Substratums aus ungleichartigen Stof-fen dargethan. Ich glaube daher auch so lange, bis mandas Gegentheil durch Erfahrung zeigt, daß die Grund-lage jedes einzelnen Meralles wesentlich von der einesandern verschieden ist, und jedes für sich einen eigenenelementarischen Stoff ausmacht. — Weil die metalli-schen Kalke und Glaser aber immer noch ein größeres ei-genthümliches Gewicht behalten, als andere unmetallischeErden und Glaser; weil diese letztem ferner durch einenZusatz von verbrennlichen Dingen nicht in Metall ver-wandelt werden können; so nahmen die altern Chemisteneinen eigenen merallisrrenden Grundstoff an, den sieauch das arstmkalrsÄx oder mercurialljche Wesennannten (princjpmm srlemcals, mei-curius alekiemj-ikarum, rerra tertia , (worunter der vernünf-
tigere Theil freylich nicht gemeinen Arsenik oder Quecksil-ber verstand), welcher Grundstoff allen Metallen gemein-schaftlich, aber darin noch mit mehr oder weniger erdig-tem und schwefligtem Stoff vereiniget sey. Allein wir ha-ben nicht einen einzigen entscheidenden Versuch, der dasDaseyn eines solchen eignen, allen Metallen gemeinschaft-lichen Stoffes ins Licht setzte, und man sieht leicht ein,daß er nur willkührlich bcy der unrichtigen Voraussetzungangenommen worden ist, daß in den Metallen eineun-metallische Erde wäre.
§. 2279.
Man wird nun hieraus leicht die große Frage zu be-mtheilen im Stande sepn: ob ein Metall in em ande-res verwandelt, oder ob aus ganz unmerMscden
H 2 Din-