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Amtlicher Bericht über die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu Berlin im Sept. 1828 : nebst e. lithogr. Sammlung eigenhändiger Namenszüge der Theilnehmer
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Herr Professor Dr. Lichtenstaedt aus Breslau a) über eine Sammlungeigenlliümlicher Abhandlungen schlesischer Ärzte, und b ) über die gegen-wärtige Nomenclatur der Arzeneien, als deren Resultat es der Gesellschaftwünschenswerth erschien, dafs die Namen der Aizeneien nicht nach dem jedesma-ligen wissenschaftlichen Standpunkte der Chemie verändert würden, sondern stetsden Namen behalten möchten, den ihr Erfinder oder Entdecker ihnen beigelegthabe, gleichviel ob dieser Name streng chemisch-wissenschaftlich sei oder nicht.

Der Präsident Herr Wendt aus Breslau zeigte mehrere Steine, patho-logische Producle vor: a) Aus der Lunge. Ganz davon abstrahirend, worausdiese Steine beständen (sie sollen nach Herrn Professor Eischers in Breslau Ana-lyse Alaun enthalten), macht derselbe nur bemerklicli, dafs sie der Grund des Über-ganges der Phthisis pituitosa in ulcerosa seien, und dafs ohne dergleichen Concre-tionen oder sonstige eigenthümliche Affeclion der Lunge, wodurch ichor, nicht puserzeugt würde, die Phth. pituitosa nicht in ulcerosa übergehen könne, b) einenaus einer abscedirlen Geschwulst in der Gegend des Naheis hervorgekom-menen aus Gallensloff bestehenden Stein. Er machte es wahrscheinlich, dafsdieser Stein sich auf der Stelle erzeugt habe, wo er sich fand, und nicht etwadurch Senkung aus der Leber dahin gekommen sei. c) einen Speichelstein ausdem Ductus FVarthonianus. d) einen Nierenstein, e) theilte derselbe einen Fallvon einer 2 Ff und schweren Steinmasse im Darmkanal mit, die aus Kreideund Schleim bestand.

Herr Doclor VON Ammon aus Dresden sprach über einige anatomischeVerhältnisse des Auges, die mit Krankheiten desselben in Verbindung stehen,und legte eine Zeichnung davon vor.

Herr General-Divisions-Arzt Doctor Krantz aus Königsberg theilte einigeBemerkungen über das Marien bade r Wasser mit. Fünfzehn Unzen desselben(Kreuzbrunnen) täglich getrunken, sollen 8 mal Harnlassen bewirken, in 3 Tagendie Darmausleerungen schwarz machen., bisweilen am 14 tcn bis 16 tcn Tage Speicliel-flufs erregen, der bis zum 26 stcn Tage anhalte, worauf die schwarzen Darmausleerun-gen eine natürlichere Farbe annehmen, und dann die Kur, während welcher einangenehmes Befinden fortdauere, mit Nutzen geschlossen werden kann.

Herr Professor Dr. Strempel aus Rostock theilte einen Fall von Jlydrometramit, und zeigte den kranken Uterus vor, der ohngefähr die Grüfse und Dicke einer6 monatlichen schwängern Gebärmutter hatte. Im frischen Zustande enthielt derselbeeine molkenartige Flüssigkeit. Das Ovarium war stealomatös und hydropisch zugleich.

Herr Archiater Doctor VON Schoenberg aus Neapel theilte einiges überdie Testaceen , Cruslaceen und Zoophytcn beider Sicilien, und die Beschreibungeines neuen Thiers: Echinus Tiara mit.

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